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Stadt Willich
Entspannen im Salznebel

Stadt Willich: Entspannen im Salznebel
Reinhard Lehnen und Petra Thibus schwören auf die entspannende Wirkung einer Salzgrotte. Nun haben sie sich damit selbstständig gemacht. FOTO: Achim Hüskes
Stadt Willich. Reinhard Lehnen und Petra Thibus eröffnen heute in Willich eine Salzgrotte. Unter anderem gibt es dort einen 38 Quadratmeter großen Raum mit sanftem Licht, in dem die Nutzer 45 Minuten lang eine ruhige Atmosphäre vorfinden. Von Willi Schöfer

Seit zehn Jahren sind die Willicher Reinhard Lehnen und Petra Thibus ein Paar. Vor etwa zwei Jahren schenkte ihm seine Freundin zum Geburtstag eine Fünfer-Karte für den Besuch in einer Salzgrotte. "Es war stark, schon nach fünf Minuten war ich beim ersten Besuch eingeschlafen, fühlte mich danach richtig gut", sagte gestern der 54-Jährige. "Lehnen Sie sich zurück" ist sein neues Lebensmotto. Denn heute um 10 Uhr eröffnet Reinhard Lehnen sein neues "Salzgrottengut" an der Bahnstraße 64 in Willich.

Eigentlich waren beide einmal Bürokaufleute beziehungsweise Angestellte, ehe sie ihr Leben umkrempelten. "Entspannen konnte ich schon immer ganz gut", meint lächelnd die Buddhistin Petra Tibus, die sich im Frühjahr 2014 bei einem vierwöchigen Crash-Kursus in Bali zu einer Energie- und Entspannungstherapeutin ausbilden ließ. Und Lebensgefährte Reinhard, fand immer mehr Gefallen daran. Beide schauten sich, nachdem seine erste Fünferkarte schnell aufgebraucht war, auch andere Salzgrotten an, so in Münster und Düsseldorf, erkundigten sich über das Know-how, über die richtigen Strategien und wagten den Sprung in die Selbstständigkeit.

Schon wenn man die neue Willicher Salzgrotte betritt, kommt das Gefühl auf, im Urlaub zu sein. An der Wand ist auf einem großen Foto ein Reisfeld aus Bali zu sehen, die gemütliche Sitzecke ist aus Bambus, in den Regalen stehen unter anderem orange-braune Salzlampen, neben Salzbonbons, Brot- oder Gourmet-Speisesalzen oder speziellen Badesalzen. "Es ist alles dabei, Badesalze gegen Schweißfüße oder gegen kalte Füße", erklärt der Inhaber.

Ein großer Buckelgong gibt im Eingangsbereich das Signal für eine der möglichen Anwendungen. Direkt daneben ist die Salzgrotte. Ein etwa 38 Quadratmeter großer Raum mit sanftem Licht, in dem die Nutzer jeweils 45 Minuten lang bei dezenter Musik eine ruhige Atmosphäre vorfinden. Der Boden und die Wände sind komplett aus Salz, mit einem 20-prozentigen Anteil aus dem Toten Meer. Zehn Wellness-Liegen sind aufgestellt. Und man schaut entspannt in eine Art Terrarium, in dem leise und fein von oben herab das salzhaltige Wasser an feinem Reisig hinunterläuft.

Reinhard Lehnen, der außerdem heute auf den Tag genau seit zehn Jahren der Geschäftsführer des großen rund 2.500 Mitglieder zählenden DJK/VfL Willich ist, sagt: "Das Schöne ist auch, dass man sich hier im Gegensatz zu einer Sauna nicht entkleiden muss, sogar die Schuhe kann man anlassen, dafür haben wir Überzieher."

Im Untergeschoss wird es dann konzentrierter. Dort gibt es eine kleine Salzkammer mit vier Sitz- oder Liegeplätzen. Dort ist der Salzgehalt um einige Prozente höher, wird in diesem Raum der Solenebel mit einem sogenannten Ultraschallvernebler durch einen Schlauch eingespeist. Die Sitzungen dauern hier jeweils 20 Minuten.

Rund 60.000 Euro hat der Inhaber investiert. Vor der Salzkammer gibt es noch einen Aufenthalts- und Seminarraum, in dem ab dem nächsten Frühjahr spezielle Kurse oder Workshop stattfinden werden, so zum Beispiel über das richtige Atmen oder über die richtige Anwendung der Klangschalgen und Gongs.

Neben Reinhard Lehnen und Petra Thibus arbeiten in der Salzgrotte Sandra Sartowski und Renate Küper. Letztere wird noch zweimal in der Woche zu Entspannungskursen einladen.

Quelle: RP
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