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Stadt Willich
Erhaltenswerte Grabsteine sollen bewahrt werden

Stadt Willich. Die Willicher Verwaltung soll ein Konzept erarbeiten, wie historisch relevante Grabsteine auch über den Ablauf der Ruhefristen hinaus bewahrt werden können. Einen entsprechenden Antrag der CDU unterstützten auch die anderen Fraktionen im Ausschuss für Abgaben, Gebühren und Satzungen. Dabei solle darauf geachtet werden, dass "das wirtschaftliche beste Verfahren" gefunden werde, so Kämmerer Willy Kerbusch - und die Sicherung solle zeitgleich in allen Ortsteilen erfolgen. Er möchte nicht, dass die Kosten über den allgemeinen Gebührenhaushalt abgerechnet werden.

Die CDU moniert, dass Grabsteine nach Ablauf der Liegezeiten in der Regel von der Stadt entfernt und entsorgt werden: "Hierdurch geht Willich ein Stück Geschichte verloren." Sie hat vorgeschlagen, einen Bereich des Friedhofes für das Aufstellen erhaltenswerter Grabsteine zu reservieren und ihn als Wildblumenwiese zu gestalten. Ralf Klein (FDP) möchte nicht, dass die Angehörigen der Verstorbenen für die Bewahrung der Grabsteine aufkommen müssen.

Ein eigenes Thema sind "Ehrengräber": Die Stadt müsse diese erhalten, "dazu sind wir verpflichtet", so Kerbusch. Er will dem Ausschuss eine Liste der Grabstätten vorlegen. Grabsteine im Konrad-Adenauer-Park gehörten nicht der Stadt, sondern fielen in die Zuständigkeit des Kulturausschusses, so Kerbusch auf eine entsprechende Frage des Ausschussvorsitzenden Hans-Joachim Donath.

Auch die Anlage eines "Memoriam-Gartens" nach Mönchengladbacher Muster wird geprüft. Dieser Garten wird von Fachbetrieben angelegt und gepflegt, wenn Hinterbliebene zu weit weg wohnen oder aus anderen Gründen nicht in der Lage sind, sich um die Grabpflege zu kümmern.

Mittelfristig plant die Verwaltung eine Umstrukturierung aller Willicher Friedhöfe. Der Grund ist, dass der Anteil der Urnenbestattungen konstant steigt. Die Verwaltung will herausfinden, welche Grabfelder gesperrt werden können, weil Wege nicht breit genug sind oder schwierige Führungen haben. Letztlich werden die Friedhöfe verkleinert, allerdings: "Wir reden über einen Zeitraum von 2039 bis 2048", so der Geschäftsbereichsleiter Andreas Hans.

(djm)
 
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