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Stadt Willich
Erste Eindrücke vom Seniorenheim

Stadt Willich. Politik und Verwaltung bearbeiten derzeit den Bebauungsplan für das Grundstück, auf dem das Seniorenheim entstehen soll - und die Diskussion ist einen entscheidenden Schritt weiter: Im Planungsausschuss stellte Diplom-Ingenieur Christian Muhs den Planungsstand für das Haus vor und zeigte erste Visualisierungen.

Im Haus plant das Rote Kreuz vier Wohngruppen im Seniorenheim mit jeweils elf Einzelzimmern, Gemeinschaftsräumen und so weiter. Dazu sind 23 Plätze für Tagespflege (Erdgeschoss) oder Kurzzeitpflege (Dachgeschoss) geplant, eine Cafeteria sowie Räume für Therapie und Behandlung, Verwaltung und Küche. Die Tagespflege wird im Erdgeschoss auf der nördlichen Seite zur Verrestraße hin eingerichtet, in Richtung Rothweg wird eine Wohngruppe eingerichtet. Der Eingang zum Gebäude liegt auf der Mitte zwischen beiden Straßen, hier wird auch die Cafeteria eingerichtet. Im ersten Geschoss wird es zwei weitere Wohngruppen geben, im Dachgeschoss eine weitere Wohngruppe auf der nördlichen Seite, die Kurzzeitpflege im südlichen Gebäudeteil.

Das elf Meter hohe Gebäude hat in Nord-Süd-Richtung eine Länge von 60 Metern, in Ost-West-Richtung auf der Seite Rothweg 30 Meter, auf der Seite Verresstraße etwa 15 Meter. Auf dem Grundstück sind 22 Parkplätze vorgesehen, dazu gibt es eine Grünanlage rund um das Gebäude.

Bürokratisch handelt es sich um einen "vorhabenbezogenen Bebauungsplan", die Grundfläche ist deutlich kleiner als 20.000 Quadratmeter. Daher ist keine Umweltverträglichkeitsprüfung notwendig.

Die Politiker waren von den Ausführungen und Darstellungen angetan, lediglich Angelika Baumbach (FDP) fragte, wo denn das "betreute Wohnen" angesiedelt werden solle. Das liege "derzeit auf Eis", so der Ausschuss-Vorsitzende Christian Pakusch. Die DRK BsE GmbH hatte vor einigen Wochen erklärt, dass sie ein solches Gebäude nicht bauen will und auch nicht als verbindlichen Teil der Ausschreibung verstanden habe. Das hatte im Sozialausschuss für viel Unmut gesorgt. Allerdings, so Stadtplaner Thomas Scholemann, sei das DRK bereit, die Versorgung eines Hauses mit betreutem Wohnen aus der Senioren-Einrichtung heraus zu organisieren. Die Stadt sucht aktuell noch einen Investor für diesen Teil der Versorgung älterer Menschen in Neersen.

Der nächste Schritt im Planungsverfahren ist jetzt die Information und Beteiligung der Bürger mit der öffentlichen Auslegung. Diese sind für die Zeit nach den Herbstferien vorgesehen.

(djm)
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