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Vermummte zogen durch die Stadt
Fackelzug in Willich - erste Spur führt in rechte Szene

Willich. Nach einem Fackelzug von etwa 25 Vermummten am Samstagabend durch die Innenstadt von Willich führt eine erste Spur einem Medienbericht zufolge in die rechte Szene. In Willich soll am Samstag eine Gegendemo stattfinden.

Wie die "Bild"-Zeitung meldet, soll es sich bei den Vermummten um eine Gruppe "national gesinnter Aktivisten aus dem Großraum Willich" handeln, die zuletzt mehrfach im Rheinland aktiv war. Die Frauen und Männer zogen stumm durch die Straßen, trugen weiße Masken und hatten ein Banner mit der Aufschrift "Migrantengewalt stoppen" dabei. Es gebe Parallelen zu Auftritten der Neonazi-Gruppierung "Die Unsterblichen".

Der Staatsschutz ermittelt wegen des Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz. Als erste Reaktion planen nun Willicher Jusos eine Gegendemonstration am kommenden Samstag. "Wir dürfen das auf keinen Fall dulden, sondern müssen ein Zeichen dagegen setzen", sagte Vorsitzender Jan Lützler. Entsetzt zeigte sich auch Pfarrer Rolf Klein. Der Fackelzug erinnere an faschistische Vorbilder. Er wolle im Gottesdienst dazu Stellung beziehen.

(hbr)
 
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