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Stadt Willich
Feuerwehr: 100 Einsätze weniger als im Jahr 2014

Stadt Willich. 441 Einsätze, aufgeteilt auf 62 Brände, 313 technische Hilfeleistungen und 66 Fehlalarme, geleistet von 253 Feuerwehrleuten in 6101 geleisteten Dienststunden. Dazu kommen 10.959 Stunden für Übungen, 5.862 Stunden für Lehrgänge und 18.823 Stunden für besondere Dienste - das ist die Bilanz der freiwilligen Feuerwehr der Stadt Willich für das vergangene Jahr.

"Es gab dabei 100 Einsätze weniger als im Jahr 2014", sagte Geschäftsführer Johannes Zensen bei der Jahreshauptversammlung aller fünf Wehren in der Schiefbahner Kulturhalle.

Rückläufig waren die Brandeinsätze, was insbesondere die Kleinbrände, wie in Flammen stehende Mülleimer, betraf. Es kam zudem zu weniger Sturmeinsätzen. Durch eine Optimierung der Brandmeldeanlagen in den Asylanten-Wohnheimen fiel auch die Zahl der Fehlalarme. Nichtsdestotrotz liegt die Einsatzzahl über dem auf fünf Jahre konzipiertem Jahresmittel. Das ergibt nämlich eine Zahl von durchschnittlich 392 Einsätzen. Somit liegt die Feuerwehr aktuell über dem Durchschnitt.

Stadtbrandinspektor Thomas Metzer hob die enorme Bedeutung der Jugendfeuerwehr für Willich hervor, denn sie liefert den Nachwuchs für die insgesamt fünf Löschzüge. Das Gros der neuen Feuerwehrleute stammt aus diesen Reihen. Quereinsteiger sind eher selten anzutreffen. "Die Investition in die Jugendfeuerwehr ist eine Investition in die Zukunft und den Erhalt der Ehrenamtlichkeit. Wir gehen diesen Weg unbeirrt weiter", betonte der Stadtbrandinspektor.

Metzer sprach auch das Problem der Tagesverfügbarkeit an. Immer weniger Feuerwehrmänner und Feuerwehrfrauen - die Willicher Wehr hat vier Frauen - arbeiten in der Stadt Willich. Damit stehen sie bei Einsätzen nicht zur Verfügung. Daher lobte er die Stadt Willich, die den Weg beschritten hat, dem Kempen und Tönisvorst schon länger folgen. Bei städtischen Einstellungen werden bei gleicher Qualifizierung Feuerwehrleute bevorzugt. Auf diesem Weg kann den Bürgern weiterhin das hohe Maß an Sicherheit durch gut ausgebildete Brandschützer gegeben werden. Die Motivationsförderung durch Zuschüsse bei Fitnessstudiobeiträgen, Führerschein, Schwimmbad und Festspielen sind ein weiterer positiver Aspekt.

Vor dem Hintergrund, dass sich Willichs Bürgermeister für all diese Dinge einsetzt und auch für eine Entlastung der Feuerwehr bei Einsätzen wie Ölspurbeseitigung und die Rettung hinter verschlossenen Türen kämpft, erhielt Josef Heyes aus den Händen von Metzer die Goldene Ehrennadel der Feuerwehr. "Es ist das erste Mal, dass wir diese Auszeichnung an einen Nicht-Feuerwehrmann übergeben. Wir überreichen sie einem Menschen, der sich im besonderen Maße für die Feuerwehr einbringt und damit einen aktiven Beitrag zur Sicherung der Bürger darstellt", so Metzer.

(tre)
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