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Stadt Willich
Flüchtlinge: Hier können die Bürger helfen

Stadt Willich. Auch in Willich und Tönisvorst gibt es zahlreiche Institutionen, die sich um die Flüchtlinge kümmern. Sie sind dankbar für Geld- und Sachspenden, aber auch für tatkräftige Hilfe.

Wer den Flüchtlingen in Willich oder Tönisvorst mit Geldspenden, aber auch durch Sachleistungen helfen oder sie in der deutschen Sprache unterrichten, sie zum Jobcenter oder zum Einkauf begleiten möchte, ist den Hilfsorganisationen willkommen. Die Rheinische Post hat sich bei den Initiativen in Willich und Tönisvorst umgehört.

Der Arbeitskreis Fremde (AKF), Willich hat etwa 160 Ehrenamtler, davon erst 40 offizielle Mitglieder und ist für die in den städtischen Unterkünften wohnenden Asylbewerber zuständig. Für alle Interessierten, die bereits helfen, finden an jedem zweiten Montag im Monat um 19.30 Uhr im ehemaligen Schwesternwohnheim an der Bahnstraße 28 (AKF-Zentrum, siebte Etage) offene Treffen statt - so auch wieder am 12. Oktober. Bereits um 19 Uhr können diejenigen kommen, die den AKF kennenlernen möchten.

Interessierte Helfer finden entsprechende Anmeldebögen auch im Internet unter www.akf-willich.de. Der ausgefüllte Fragebogen ist an die AKF-Vorsitzende Jutta van Amern zu schicken: Dammstraße 7, 47877 Willich. Für die, die den Arbeitskreis durch Geldspenden unterstützen möchten, gibt es ein Spendenkonto: Arbeitskreis Fremde, Volksbank Mönchengladbach, IBAN: DE05 3106 0517 3105 0000 21, BIC: GENODED1MRB.

Was jetzt benötigt wird, sind Wintersachen, Männer- und Frauenkleidung. Die Kleiderkammer ist an der Kochstraße 6 in Willich. Die Öffnungszeiten sind mittwochs und freitags jeweils von 14 bis 16 Uhr.

Darüber hinaus sucht der AKF in der Stadt Willich für drei anerkannte Flüchtlinge dringend Wohnraum. So für eine schwangere Mutter aus Angola mit Kleinkind (bis 75 Quadratmeter, bis 450 Euro Kaltmiete), für einen syrischen und für einen somalischen Flüchtling (jeweils bis 50 Quadratmeter, bis 290 Euro Kaltmiete).

LOT, kirchliche Asylhilfe, Willich: LOT (steht für "Lebendig, Offen, Tolerant") kümmert sich mit seinen mehr als 30 ehrenamtlichen Helfern um die Flüchtlinge, die nur für einen kurzen Zeitraum in der Erstaufnahmeeinrichtung im ehemaligen Willicher Krankenhaus leben, unterstützt beim Deutschunterricht, bei der Kinderbetreuung, bietet ein Frauencafé. Außerdem werden regelmäßig dienstags Musik-Abende mit Flüchtlingen veranstaltet, wofür auch Spenden für weitere Arbeitsmaterialien und Instrumente benötigt werden.

Wer mithelfen will, kann sich bei Koordinatorin Anna Rieve, Tel. 0176 52948464, melden. Spenden sind möglich an die Pfarre St. Katharina, Volksbank Mönchengladbach, IBAN DE25 3106 0517 3200 3780 15, BIC: GENODED1MRB; wichtig ist der Verwendungszweck: LOT.

In dem Willicher Übergangswohnheim ist eine Kleiderkammer eingerichtet, aus der die Neuankömmlinge mit saisonaler Kleidung versorgt werden. Die Annahme erfolgt dienstags und donnerstags von 10 bis 12 sowie von 15 bis 17 Uhr. Immer gesucht werden Schuhe (alle Größen), Männerkleidung (kleine Größen), Koffer, Reisetaschen, Kinderwagen und Buggys.

Darüber hinaus gibt es in den Stadtteilen weitere Kleiderkammern. Die Annahmezeiten bei der Caritas in Anrath, Hüttendyk 15, sind montags und dienstags, jeweils 9 bis 12 Uhr (dort stehen auch Kleidercontainer); die Caritas Neersen, Hauptstraße 34, hat mittwochs von 9.30 bis 11.30 Uhr und von 14.30 bis 16.30 Uhr geöffnet; die Emmaus-Kirchengemeinde, Krusestraße 20, montags von 15 bis 17 Uhr; die "Wühlmaus" des Kinderschutzbundes Hochstraße 67 in Schiefbahn, mittwochs von 9 bis 12.30 Uhr (Baby- und Kinderkleidung).

Für die Flüchtlingshilfe Tönisvorst arbeiten derzeit 130 ehrenamtliche Helfer. Über die umfangreichen Aktivitäten der Initiative findet man im Internet unter http://fluechtlingshilfe-toenisvorst.de ausführliche Informationen. Auch die Flüchtlingshilfe bietet bereits zahlreiche Deutsch-Kurse an. Und für die Einheimischen findet man auf der Homepage sogar Vokabellisten mit einfachen Worten und Redewendungen, so unter anderem in Albanisch, Arabisch oder Chinesisch, um mit den Flüchtlingen selbst den ersten Kontakt aufnehmen zu können.

Interessierte, die mithelfen möchten, sind zu den wöchentlichen Treffs eingeladen: jeden Freitag, 18 Uhr, Jugendfreizeitheim St. Tönis, Gelderner Straße 61.

Im Internet werden bei den Sach- und Kleiderspenden konkrete Aufrufe gemacht, was aktuell gebraucht wird. Grundsätzlich können aber Sach- und Kleiderspenden bei der Caritas-Kleiderkammer in St. Tönis (dienstags von 14.30 bis 17 Uhr, Kirchplatz 15) oder nach Vereinbarung bei der zentralen Unterbringungseinrichtung in Kerken-Stenden (DRK, Claudia Burghans, DRK, Tel. 02833 5754009) abgegeben werden.

Für diejenigen, die finanziell helfen möchten, hier die Spendenkonten: Kontoname Apfelblüte/Flüchtlingshilfe Tönisvorst, bei der Volksbank Krefeld, IBAN: DE 283 206 036 213 031 290 29, BIC: GENODED1HTK. Sparkasse Krefeld, IBAN: DE 833 205 000 000 026 971 91, BIC: SPKRDE33XXX. Damit werden unter anderem Deutschbücher gekauft. Außerdem sollen im neuen großen Wohnheim an der Industriestraße in St. Tönis eine Fahrrad-Werkstatt und ein Computerraum eingerichtet werden.

(schö)
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