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Stadt Willich
Frauenchor feiert 15-jähriges Bestehen

Stadt Willich. Das Schiefbahner Ensemble des "chant du choeur changeant" begeisterte mit der Neujahrsshow das Publikum in der Aula des St. Bernhard-Gymnasiums. In zahlreichen Solo-Parts zeigte sich das besondere Potenzial. Von Angela Wilms-Adrians

Die Neujahrsshow ist beim Ensemble "chant du choeur changeant" längst liebgewordene Tradition. Doch dieses Mal feierten die Sängerinnen um Chorleiter Hermannjosef Roosen zugleich das fünfzehnjährige Bestehen der Formation. Das taten sie mit vielen Songs der Popgeschichte, wie zum Beispiel George Harrisons "Imagine", Michael Jacksons Earth-Song, "Here comes the sun" von den Beatles und Sarah Connors aktuellem Hit "Wie schön du bist". Das Ensemble ließ musikalische Etappen Revue passieren und verwies mit neu einstudierten Songs auf die Zukunft.

Der Auftakt war glamourös und wirkungsvoll inszeniert. Dazu passte bei den Damen das schillernde Funkeln der gewählten Garderobe. Zum Soundtrack betraten sie die Bühne der Aula des St. Bernhard Gymnasiums Schiefbahn, während Roosen eine jede beim Vornamen nannte. Claudia servierte in perfekter Showmanier das erste Solo, mal verheißungsvoll leise und dann wieder keck zündend. Heike übernahm die Anmoderation, als 15 Sängerinnen das Rund der Bühne füllten und eine jede im wörtlichen Sinne in der ersten Reihe stand. Im Laufe des Abends begeisterten Claudia und Heike noch mehrfach solistisch wie auch als Duo. Eine große Nummer war ihr grandioser Auftritt zu "Big Spender". Die fordernd lockende Interpretation mit heiß loderndem Timbre fand in der hinreißenden Bühnenpräsenz ihr Tüpfelchen auf dem sprichwörtlichen I. Dafür gab es jubelnde Zurufe, mit denen die Besucher auch andere Darbietungen dankbar bedachten. Berührend servierte Heike aus dem Musical "Die Päpstin" das stillere Lied "Das einsame Gewand". Weitere Solistinnen dokumentierten ebenfalls, wie sehr beim "Chant du choeur changeant" der solistische Auftritt gefördert wird.

Zum "When will I see you again" stellte sich der Chor in weich anmutender Tonlage vor. Gefühlvoll und mit feinem Nachhall erinnerte er an die Hollies. Zu Jacksons "Earth Song" differenzierten die Sängerinnen leise fragende Sequenzen, um diese mit eindringlich fordernden Fragen zu kontrastieren. Mit "New York, New York" brachten sie mitreißend das Flair der Metropole nach Schiefbahn, während zum "Skyfall" Spannung in James Bond-Manier angesagt war. Nicht fehlen durfte das Medley, das laut Roosen das Ensemble seit Jahren "verfolgt": "Mamma Mia" von Abba.

"Sie haben vieles über ihre Abstimmung selber ausgewählt", sagte Roosen zum Publikum. Dieses sei dem Chor nicht nur Gold, sondern Platin wert, betonte der Chorleiter in Anspielung auf gängige Zeichen der Wertschätzung in der Popbranche. Wie gewohnt führte der Dirigent auch durch das Programm. Doch überraschend für die Besucher ließ er dieses Mal nicht nur seine "Mädchen" singen. Er gab ein Versprechen: "Solange der Mann da oben mir die Kraft gibt, Musik zu machen, so lange bin ich hier", sagte Roosen. Er sang die deutsche Version des Welthits "My way", um rückblickend einen Lebenslauf zu beschreiben. Mit einem entschiedenen "So" wandte er sich nach dieser nachdenklich stimmenden Einlage wieder dem "normalen" Programm mit musikalisch wechselnden Stimmungslagen zu.

Quelle: RP
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