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Stadt Willich
Frauenpower begeistert in Willich

Stadt Willich: Frauenpower begeistert in Willich
Konzerte von "Frauenpower" bringen stets Superlative mit sich: In der vollbesetzten Jakob-Frantzen-Halle wirkt der Chor mit rund 150 Sängerinnen vergleichsweise klein gegenüber den 1200 Zuschauern - was aber ein Irrtum ist, wenn man die Stimmgewalt dieses großen Chores erlebt. FOTO: www.YAMEL.de
Stadt Willich. In der lange vorher ausverkauften Jakob-Frantzen-Halle gibt der Willicher Chor "Frauenpower" unter Leitung von Andrea Kautny ein umjubeltes Konzert. Auch das achte Konzert zeigte wieder einen Chor in Bestform. Von Lena Meyer

Schon vor Beginn der eigentlichen Veranstaltung hallt der Applaus des Publikums durch die ausverkaufte Jakob-Frantzen-Halle, als die Sängerinnen Aufstellung nehmen und Chorleiterin Andrea Kautny in einem farbenfrohen Kleid die Bühne betritt. Eine kurze Publikumsumfrage ergibt, dass ein Großteil der Anwesenden den Frauenpower Chor bereits kennt und viele die Auftritte seit dem ersten Konzert verfolgen. Auch überregionale Gäste sind zum Beispiel aus Flensburg, Berlin und sogar Kolumbien angereist. Kautny freut sich: "Die Flensburger und Berliner bekommen in der Pause einen Sekt. Und für Kolumbien gibt es einen Schirm von unserem Merchandise - falls es dort doch einmal regnen sollte."

Das achte Konzert am vergangenen Sonntag eröffnete der weit über einhundert Stimmen starke Frauenchor nach einem liebevoll choreografierten Einmarsch zum Lied "Final Countdown" mit dem aus dem Film "Flashdance" bekannten Stück "What a Feeling", in dem es um Leidenschaft für Musik und das Erreichen von Träumen geht. Die auf den Plätzen bereitgelegten Knicklichter wurden gleich zu Beginn von vielen Zuschauern zum Winken und rhythmischen Schwenken benutzt. In einer weiteren Umfrage entdeckte Chorleiterin Kautny zwei Geburtstagskinder im Saal, denen sogleich ein dreistimmiges Ständchen mit Verstärkung des Publikums gebracht wurde.

Anschließend verdeutlichte der Chor alleine die Kraft der Musik mit dem Lied "Adiemus", dessen Text nur aus Wörtern einer an Latein erinnernden Kunstsprache besteht. "Text ist manchmal hinderlich. Wir wollen einmal nur die Musik sprechen lassen", meinte Chorleiterin Andrea Kautny. Nach einer kraftvoll inszenierten Interpretation von "Eye of the Tiger" wurde es auf der Bühne düster: Die Sängerinnen nahmen ihre bunten Tücher ab und präsentierten unter anderem ein Medley aus "Les Miserables" und den Bond-Titelsong "Skyfall" ganz in Schwarz.

"Jetzt wird es wieder besser, hier kommt der Stimmungswechsel", versprach Kautny danach lachend, als der Chor die farblich auf ihr Kleid abgestimmtes Tücher wieder anlegte. Große Begeisterung löste bei den folgenden Stücken vor allem das Disco-Medley mit der Zusammenstellung von Liedern wie "Staying Alive", "It's Raining Men" und "Disco Inferno". Auch das Einbeziehen des Publikums bei "YMCA" und eine komplizierte a cappella-Variante des Hits "Wake me up" sorgten für ausgelassene Stimmung. Unter den klatschenden und mitsingenden Gästen waren auch Regina van Dinther, von 2005 bis 2010 Landtagspräsidentin NRW und jetzt neu gewählte Präsidentin des Niederrheinischen Chorverbands, sowie Willichs Bürgermeister Josef Heyes und Viersens Bundestagsabgeordneter Uwe Schummer.

Gegen Ende des Konzerts fasste Kautny den Eindruck vieler Zuschauer treffend zusammen: "Ich sage es jedes Jahr - wenn man einmal auf der Bühne steht, ist es schon wieder vorbei." Das Publikum bedankte sich für den kurzweiligen und unterhaltsamen Abend mit einer Steigerung des Begrüßungsbeifalls und einem letzten Winken mit den allmählich verblassten Knicklichtern.

Quelle: RP
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