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Gemeinde Grefrath
Frieden ist als Kunst erlernbar

Gemeinde Grefrath. Ausstellung und Themenabend in der Grefrather Kunstscheune über Frieden. Von Lena Meyer

Im stimmungsvollen Halbdunkel der Grefrather Kunstscheune leuchtet eine Flagge in allen Farben des Regenbogens. "Pace", das italienische Wort für Frieden, steht in weißen Lettern auf dem bunten Untergrund. Die Bedeutung dieses Wortes stand in der von Morena Hommel initiierten Veranstaltung im Vordergrund - eine Bedeutung, die zwar in jedem Einzelnen beginne, aber die ganze Welt betreffe. Dieser Zusammenhang war auch zentrales Thema des Abends. Ein Kurzfilm, Arbeiten lokaler und überregionaler Künstler, sowie internationale Musik der Sängerin Miss Autumn Leaves und ein Vortrag der Friedensaktivistin Barbara Gladysch setzten sich mit der Frage "Frieden: Eine Kunst?" auseinander.

Die Ausstellung wurde mit Musik von Nada Vitz eröffnet, die auf dem Hang spielte. Das aus Bern stammende Instrument erinnert entfernt an einen Schildkrötenpanzer und wird mit den Händen getrommelt. Im Anschluss zeigte Lina Montag ihren Kurzfilm "Wir". Die selbstständige Cutterin freute sich besonders, den zu großen Teilen in ihrer niederrheinischen Heimat entstandenen Film ebenda vorzuführen. "Ich bin auch auf die Reaktionen gespannt", sagte Montag. "Der Film lässt viel Raum für Interpretationen, deswegen entwickelt sich bei fast jedem Publikum eine gewisse Eigendynamik beim Sehen." Ihr Film erzähle vom Leben, so die Regisseurin weiter, und ihrer Freude daran - an den Hindernissen, wie Streit, und an den schönen Dingen, wie der Liebe.

Von ihren Lebenserfahrungen erzählte auch Friedensaktivistin Barbara Gladysch, nutzte aber den Vortrag als Medium. "Wir drücken uns auf dem Wege unserer individuellen Begabungen aus", so Gladysch. Als Beispiel für die Verbindung von Frieden und Kunst präsentierte die Gründerin der Hilfsorganisationen 'Mütter für den Frieden' und 'Kleiner Stern' einige Friedenssymbole. Die Taube, der Ölzweig, oder das Peace-Zeichen seien im Grunde künstlerische Darstellungen von Frieden. "Wir können Frieden als Kunst erlernen. Dazu müssen wir Frieden in und mit uns selbst, und unserem Umfeld schaffen und erhalten. Jeder ist selbst gefordert", fasste Gladysch zusammen.

Die in der Kunstscheune ausgestellten Werke von Künstlern wie der Fotografin Alexandra Vogel (Mülheim an der Ruhr) und Barbara Füsers (Oedt) verdeutlichten diese individuelle Art der Annäherung an das Thema Frieden. Auf unterschiedlichen Wegen wie der Malerei, dem Schaffen von Skulpturen und Bearbeiten von Fotografien machten die versammelten Arbeiten unabhängig voneinander ein gemeinsames Anliegen greifbar: Die Bedeutung des Friedens. "In Berichterstattungen und Darstellungen wird meistens der Krieg betont. Wir wollen den Frieden finden", so Initiatorin Morena Hommel.

Quelle: RP
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