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Stadt Willich
Fünf Jahre "Schützen helfen" in Schiefbahn

Stadt Willich: Fünf Jahre "Schützen helfen" in Schiefbahn
Auf dem Bild Manfred Hendricks und Alfred Kopp. Spender ist Ralf Franken, Inhaber Pflegedienst AS. Er spendete 1000 Euro an "Schützen helfen". FOTO: KN
Stadt Willich. Wenn man von Schützenbruderschaften spricht, denkt man zuerst an Schießen, Schießwettkampf, Sportschießen oder Vogelschuss. Historisch aber leitet sich das Wort "Schützen" von Schutz ab. Schon im Mittelalter hatten die Schützenbruderschaften die Aufgabe, die Gemeinde nicht nur in Kriegszeiten zu beschützen. Die Schützenbruderschaften übernahmen viele karitative Aufgaben, die bis heute erhalten geblieben sind.

Schon immer war die Devise der St.-Sebastianus-Bruderschaft Schiefbahn: Tue Gutes und sprich nicht drüber". 2010 beschloss der Vorstand, sich noch intensiver den karitativen Aufgaben zu widmen und die Öffentlichkeit zu beteiligen. Es wurde zusammen mit der St.-Johannes-Bruderschaft Niederheide die Aktion "Schützen helfen" ins Leben gerufen. Durch aktive Öffentlichkeitsarbeit begann die Bruderschaft, Geld für karitative Zwecke zu sammeln. Mit Aktionen halfen Schützenzüge, aber auch private Sponsoren und Firmen, Geld in die Kasse von "Schützen helfen" zu bringen. So spendete eine Straßengemeinschaft ihren Gewinn aus dem Glühweinverkauf, ein Schützenzug druckte T-Shirts und wieder andere verkauften beim Oktoberfest Lebkuchenherzen. Viele ortsansässige Firmen unterstützen bis heute die Aktion "Schützen helfen".

Mit den eingesammelten Geldern wurden und werden Hilfsbedürftige aus Niederheide und Schiefbahn unterstützt. Vielen Kindern hat "Schützen helfen" so zu der Möglichkeit verholfen, mit ihren Freunden und Klassenkameraden auf Fahrt zu gehen. Oft waren es Kleinigkeiten, für die kein Geld in den Familien da war. Mal musste ein Kinderbettchen angeschafft werden, mal brauchte ein Mädchen dringend eine neue Brille. Oft war es auch eine Finanzspritze, ohne die es gar nicht mehr weiter gegangen wäre.

Der Brudermeister Manfred Hendricks dazu: "Keiner sollte am Rand stehen. Nein, sie sollen dabei sein, dabei sein und die Kindheit genießen. Heute nach fünf Jahren können wir alle mit großem Stolz und Freude sagen, dass sich die Anstrengungen gelohnt haben. Wir haben vielen Menschen in Schiefbahn ein glückliches Lächeln auf den Lippen gezaubert!"

Insgesamt wurden von der Aktion "Schützen Helfen" in fünf Jahren 45 000 Euro für Menschen in Notlagen eingesetzt. Manfred Hendricks dazu: "Es ist erstaunlich, dass es heute noch bei uns so viele Menschen gibt, die unsere Hilfe brauchen!" Die St.-Sebastianus-Bruderschaft Schiefbahn bedankt sich bei allen Spendern, die dazu beitragen, "dass es in unserer Heimat liebenswert und lebenswert bleibt."

Quelle: RP
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