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Serie Ferienalphabet A-Z: M Wie Maislabyrinth
Für eine Stunde in den Irrgarten

Serie Ferienalphabet A-Z: M Wie Maislabyrinth: Für eine Stunde in den Irrgarten
Die Besucher brauchen in der Regel eine Stunde, um durch den richtigen Weg durch das Maislabyrinth zu finden. Die Maisfläche ist 18.000 qm groß. Bisher haben alle Besucher auch wieder herausgefunden. Das Maislabyrinth in Schwalmtal ist noch bis Ende November geöffnet. FOTO: FRANZ-HEINRICH BUSCH SEN.
Willich. Einen Riesenspaß bietet das Maislabyrinth auf dem Ponyhof der Familie Bongartz in Schwalmtal-Lüttelforst. Neben dem Labyrinth locken Ponyreiten, Strohburg, Luftkissen und Hüpfburg. Von Bianca Treffer

Am Anfang ist es nur ein schmaler Pfad, der ins meterhohe Grün der Maispflanzen führt. Aber schon nach wenigen Metern gabelt er sich zum ersten Mal. Rechts oder links? Diese Frage stellt sich jeder Besucher, der das Maislabyrinth auf dem Ponyhof der Familie Bongartz in Lüttelforst betritt. Eine Frage, die sich auf der knapp 18.000 Quadratmeter großen Fläche buchstäblich am laufenden Meter wiederholt. Immer wieder gilt es, Entscheidungen zu treffen, denn die Wege teilen sich regelmäßig. Mal sind es Sackgassen, dann geht es zurück, um erneut zu überlegen, was denn der richtige Weg sein könnte, um den Turm zu erreichen, von dem man einen wunderschönen Blick über die gesamte Anlage hat.

Aber noch etwas anderes lockt im Labyrinth und das sind besondere Pfähle. "Such die Pfähle" heißt es am Anfang des Labyrinths. Der Clou sind zehn Pfähle, die an verschiedenen Stellen stehen. Es handelt sich dabei um zehn Stempelstationen, die, allesamt gefunden und entsprechend ihrer Nummern auf der ausgehändigten Karte abgestempelt, ein Lösungswort ergeben. "Jeder, der unser Maislabyrinth besucht, nimmt automatisch an zwei Verlosungen teil, denn unsere Besucher bekommen eine Stempelkarte, die - richtig ausgefüllt - in die große Verlosungsbox geht", erklärt Matthias Bongartz, Betreiber des Maislabyrinths und Ponyhofs in Lüttelforst. So gibt es eine wöchentliche Verlosung, bei der Kinder einen Tag im Ponyhof gewinnen können und Erwachsene einen geräucherten Schinken. Dazu kommt eine jahresabschließende Maislabyrinth-Verlosung, an der alle Loskarten ebenfalls teilnehmen und bei der eine Ballonfahrt als Hauptpreis winkt.

Leises Blätterrascheln begleitet unterdessen den Gast auf dem Weg, wobei immer wieder lautes Gelächter zu hören ist, wenn Besucher wieder einmal vor einer grünen Wand stehen oder feststellen, dass sie einfach nur rund gelaufen sind. Und dann sind da noch die merkwürdigen Zeichen auf dem Boden, mit denen so mancher Besucher versucht zu markieren, wo er schon entlang gelaufen ist.

"Rund eine Stunde sind unsere Besucher in der Regel im Maislabyrinth unterwegs", erzählt Bongartz. Insgesamt etwa vier Kilometer zieht sich der Weg durch die knapp 18.000 Quadratmeter große Maisfläche. Hilfe, um den Ausgang aus dem Labyrinth zu finden, hat dabei noch niemand gebraucht.

Aber nicht nur das Grün lockt. Ein weiteres Highlight ist das Ponyreiten. In der Reithalle haben inzwischen die ersten jungen Reiter auf den gesattelten Ponys Platz genommen. Vorschriftsmäßig mit Reithelm versteht sich. Eine eigene Kappe muss man nicht mitbringen. Es gibt ein großes Regal mit einer Vielzahl von Helmen, so dass jeder Reiter ein passendes Modell finden kann. Kinderhände fahren durch Mähnen und klopfen liebevoll Hälse der Vierbeiner. Die Begeisterung steht den jungen Reitern ins Gesicht geschrieben. Ausgerüstet mit einem Ponyführer startet die große Runde. Sanft auf den Ponyrücken von Filou, Willy, Othello, Johnny, Schnucki, Floh, Lotta und Co schaukelnd geht es entlang der Wiesen in Richtung Wald in die Ruhe der Natur.

Kinderlachen bestimmt dagegen die große Freifläche vor dem Labyrinth. Das große Luftkissen wird erobert. Wer es bis oben geschafft hat, der kann sich auf eine Rutschpartie freuen. Daneben ist Toben auf der Hüpfburg angesagt. Zudem lockt der große, teilweise überdachte Spielplatz. Kleine Besucher erobern die Strohburg oder vergnügen sich im XXL-Sandkasten, während es sich Eltern an den langen Holzgarnituren bequem gemacht haben. Mathias Bongartz hat den Grill fürs Picknick angezündet, und die Besucher legen ihr in Kühltaschen mitgebrachtes Fleisch auf die Grillfläche. "Hier geht es unkompliziert zu. Die Kinder haben jede Menge Spaß und man kann unbeschwerte Stunden genießen", lobt Elke Gingter, die mit ihrer Spielgruppe gekommen ist. Die Kinder hält es allerdings nicht lange beim Picknick. Matthias Bongartz ist auf den Sitz seines Traktors geklettert und zockelt mit dem Anhänger los. Einer Fahrt über die Anlage kann kaum jemand widerstehen.

Der Ponyhof und das Maislabyrinth, Lüttelvorst 25 in Schwalmtal, Telefon: 02163 888871, sind montags bis freitags jeweils von 13 bis 18 Uhr sowie samstags und sonntags jeweils von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Dazu kommen weitere Öffnungszeiten auf Anfrage für Gruppen und Kindergeburtstage. Der Eintritt kostet drei Euro, das Ponyreiten für eine große Runde sieben Euro, für eine Stunde 14 Euro. Das Maislabyrinth ist noch bis Anfang November geöffnet. Weitere Informationen unter www.ponyhofundmaislabyrinth.de

Quelle: RP
 
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