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Stadt Willich
Für viele hat die Berufsausbildung begonnen

Stadt Willich. In Kürze startet die Schule wieder. Für viele neue Auszubildende hat dagegen der Arbeitsalltag schon begonnen. Von Bianca Treffer

Als "nicht so große Umstellung, aber schon ganz anders" bezeichnet Viviane Schmitz ihre ersten Wochen als Auszubildende bei den Stadtwerken Willich. Wobei sich die weniger große Umstellung auf die Arbeitszeiten bezieht. Am Berufskolleg ging es ebenfalls früh los. Zwar war da um 14.45 Uhr Schluss, aber das neue Arbeitsende um 17 Uhr ist davon nicht so weit entfernt. Die 17-Jährige macht eine Ausbildung zur Kauffrau im Büromanagement. "Aktuell schnuppere ich in alle Abteilungen hinein, um die Stadtwerke als Ganzes kennenzulernen. Das ist natürlich sehr interessant, weil man Abläufe und Zusammenhänge dann besser versteht. Ich freue mich aber schon auf meinen ersten längeren Aufenthalt in einer Abteilung", sagt Viviane Schmitz.

Nach dem Schnelldurchlauf wird es zur Assistenz der Geschäftsführung gehen, wo das Kennenlernen der allgemeinen Büroorganisation mit all seinen Facetten ansteht. Schon während der dreijährigen Ausbildung ist der Schiefbahnerin die Weiterbildung wichtig, und sie möchte alle Chancen dazu nutzen. Mit einem Teil ihres ersten Gehalts hat sie etwas Besonderes vor: "Ich werde meine Eltern zum Essen einladen. Sie sind immer für mich da, und ich möchte einfach Danke sagen", erzählt die Schiefbahnerin. Das restliche Gehalt soll gespart werden.

Früher aufstehen, das muss Rejhan Berüsha jetzt auf jeden Fall, denn der Arbeitstag beim Anrather Maler- und Lackiererbetrieb Holger Mersmann fängt in der Regel um 6.30 Uhr an. Das macht dem 17-Jährigen aber nicht viel aus. "Ich wollte schon immer mit Farben arbeiten. Mir macht die Arbeit Spaß, und ich finde es schön, wenn der Kunde von unserer Arbeit begeistert ist und sich über das Ergebnis freut", sagt der 17-Jährige. Zwar ist sein Anteil an einer fertigen Arbeit noch nicht so groß, aber er konnte schon Böden mitverlegen sowie beim Tapezieren und Lackieren helfen. Ganz unerfahren ist er nicht, denn sein dreiwöchiges Schulpraktikum absolvierte der Anrather ebenfalls bei Mersmann.

Mit einem Praktikum zur Berufsorientierung über drei Monate fand der 22-jährige King Sulaimon Abiodun seine Ausbildungsstelle als Anlagenmechaniker für Rohrsystemtechnik bei den Stadtwerken Willich. "Das ist eine Arbeit, die mir liegt. Ich bin gerne auf den unterschiedlichen Baustellen, wo ich mit Hilfe der fachlichen Anleitung von meinen Kollegen schon richtig mit anpacken kann", sagt der junge Mann, der aus Nigeria kommt und seit 20 Monaten in Deutschland lebt. Im Praktikum lernte er bereits die nötigen Fachbergriffe, sodass die fachliche Verständigung ebenfalls keine Probleme macht. Die Sprache sei für ihn die allergrößte Herausforderung, bemerkt der Willicher.

Das praktische Arbeiten im Elektrobereich hat sich Jannick Zabel schon immer gewünscht. Nach dem Abitur stand es für ihn außer Frage, dass er mit einer Lehre in diesem Bereich sein Berufsleben starten wollte. Der 19-Jährige hat jetzt die Ausbildung zum Elektroniker für Betriebstechnik bei den Stadtwerken Willich begonnen. "Mir macht es Spaß, zu einem Team zu gehören, das den Kunden hilft, wenn es irgendwo in Sachen Strom hakt", sagt Zabel. Dabei geht es zunächst einmal durch alle praktischen Gewerke, die die Stadtwerke hat. Messwesen, Wasserwerk, Labor sowie Gas- und Wasserinstallation hat der Willicher bereits durchlaufen und schon eine Menge gelernt, wie er betont. Nach der Lehre setzt auch er auf Weiterbildung. Entweder sollen der Meister oder ein Studium der Elektrotechnik folgen.

Quelle: RP
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