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Stadt Willich
Glühwein, Kekse und Kunst im Hinzen-Haus

Stadt Willich. "Wir möchten ganz gern, dass künftig im Hinzen-Haus der Genuss und die Kultur eine Rolle spielen", sagt Willichs City-Managerin Christel Holter. Obgleich die katholische Kirchengemeinde St. Katharina sicherlich an dieser Stelle eine andere Meinung von Kultur hat und die geplante gläserne Erweiterung ablehnt (die RP berichtete), soll es dort im Altbau jetzt übergangsweise ein "Willicher Glühwein-Stübchen" und für kurze Zeit eine Ausstellung der beiden Willicher Malerinnen Anne Fiedler und Birgitta Jenner geben.

"Das Konzept der beiden jungen Leute hat mich überzeugt", sagte bei der Vorstellung der künftigen Nutzung Bernt Lücke (45), der Eigentümer der Immobilie. Lücke meint damit Robin Lieth und Robert Pellmann. Die beiden 27-jährigen Freunde aus Wekeln, die gerade das Studium der Mathematik beziehungsweise der Geo-Physik abgeschlossen haben, hatten die Idee eines Glühweins-Shops und dazu die vielen Genehmigungen eingeholt und jede Menge Weine und Zutaten auf deren Bekömmlichkeit getestet.

"Für welchen Weiß- und Rotwein wir uns entschieden haben, wird nicht verraten, auch nicht alle Zutaten, aber der Glühwein ist lecker, wird nicht zu süß sein", verspricht Robin. Jedenfalls haben die Beiden die Erlaubnis, den Wein und den Kinderpunsch drinnen wie draußen an einigen Stehtischen bis zum 30. Dezember zu verkaufen. Dazu gibt es Tee und Kekse. Start soll an diesem Freitag sein, ab 15 Uhr, wenn im Alt-Willicher Zentrum der "Willicher Weihnachtstreff" losgeht. Das "Willicher Glühweinstübchen" hat an allen Tagen geöffnet, auch Heiligabend, und wird am Silvestertag abgebaut.

"Eigentlich fing alles damit an, dass sich bei mir Künstlerinnen gemeldet hatten, die einige ihrer Werke bei diesem Weihnachtstreff ausstellen wollten", erinnerte sich Christel Holter, die dann sofort an das Hinzen-Haus dachte. Und zufällig meldete sich dann die beiden Wekelner bei ihr, ob sie nicht ihren Glühwein-Shop im Zentrum von Willich aufbauen könnten.

"Seid vorsichtig, haut nicht zu viele Nägel in die Wände", sagte Bernt Lücke zu den beiden Malerinnen Anne Fiedler und Birgitta Jenner, die ihre Ateliers an der Peterstraße und an der Martin-Rieffert-Straße haben und zum zweiten Mal eine gemeinsame Aktion machen. Ihre kleinformatigen Malereien und Aquarelle sind dort während des Treffs vom 2. bis 4. Dezember zu sehen; die Ausstellungseröffnung ist an diesem Freitag, 18 Uhr.

Wie sieht Bernd Lücke die ablehnende Haltung des Kirchenvorstandes zum beabsichtigten Anbau? "Es ist erst einmal schade, dass sich im Vorfeld kein Kritiker bei mir gemeldet hat." Er sei nach wie vor gesprächs- und kompromissbereit, sagt aber auch: "Ich brauche eine gewisse Größe, damit sich das Ganze rechnet, für 15 zusätzliche Plätze betreibe ich den Aufwand nicht." Lücke will jetzt erst einmal den Beschluss des Planungsausschusses abwarten. In der Zwischenzeit seien, ergänzt er, schon einige Gastronomen an ihn herangetreten, die in der Übergangszeit im Hinzenhaus Getränke und Speisen anbieten möchten.

(schö)
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