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Stadt Willich
Goldener Meisterbrief für Jürgen Heck

Stadt Willich. Über eine besondere Auszeichnung freut sich Jürgen Heck: Der Ehrenobermeister der Fleischer-Innung Kreis Viersen erhielt im Rahmen einer Feierstunde den Goldenen Meisterbrief aus den Händen von Siegfried Schrempf, Vizepräsident der Handwerkskammer Düsseldorf, und Jakob Kohnen, Obermeister der Innung Kreis Viersen.

Dass Jürgen Heck einmal Fleischer werden würde, war schon in jungen Jahren klar. Schließlich wuchs er in der Metzgerei seiner Eltern auf, die Willy Heck 1937 in Willich gegründet hatte. "Ich bin quasi in der Metzgerei groß geworden. Es drehte sich immer alles um das Geschäft, und als Kind habe ich schon mit dem Rad Bestellungen ausgefahren", erzählt der Jubilar. Am 1. April 1957 begann der damals 14-Jährige die dreijährige Lehrzeit bei seinem Vater. 1960 bestand er die Prüfung, um dann im elterlichen Betrieb mitzuarbeiten. Am 14. Juli 1965 machte der junge Fleischer seinen Meister, nachdem er in Vollzeit die Meisterschule in Mönchengladbach besucht hatte. Vier Jahre später übernahm er die Metzgerei von seinem Vater.

"Ich habe mich mit dem Berufsstand immer stark verbunden gefühlt", sagt Jürgen Heck. So gehörte er ab 1984 dem Vorstand der Innung an und leitete den freiwilligen Zusammenschluss der Fleischermeister im Kreis Viersen sogar zehn Jahre lang (1994 bis 2004) als Obermeister. Die Mitglieder ernannten ihn danach zum Ehrenobermeister. Hecks Verdienste wurden außerdem mit der Silbernen Medaille der Handwerkskammer Düsseldorf, mit der Ehrennadel in Gold des Fleischerverbandes NRW sowie mit der Hermann-Dortans-Medaille gewürdigt.

Die Unverwechselbarkeit zeichne das Fleischerhandwerk aus, betont Jürgen Heck, der seit 49 Jahren mit seiner Frau Monika verheiratet ist. "Wir haben in meinem Betrieb 98 Prozent unserer Produkte selbst gefertigt und damit etwas wirklich Individuelles geschaffen, das uns von anderen abhob. Ich werde heute noch auf der Straße von früheren Kunden auf Spezialitäten aus unserer Metzgerei angesprochen", berichtet der 72-Jährige, der seinen Betrieb 1997 aus gesundheitlichen Gründen aufgeben musste.

Die Schließung fiel ihm sehr schwer, und er denkt gerne an seine Selbständigkeit zurück. Heck kann sich noch an die ersten Maschinen erinnern, die mit Transmissionsriemen angetrieben wurden. Die Kutter, mit denen das Fleisch zerkleinert und vermischt wird, wurden im Laufe der Jahre immer schneller und die Vakuummaschinen hielten Einzug.

Quelle: RP
 
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