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Stadt Willich
Gottes Segen für die neue Kita

Stadt Willich: Gottes Segen für die neue Kita
Schon seit Februar nutzen die Mädchen und Jungen die neue Kindertagesstätte am Herderweh in Schiefbahn. Jetzt wurde sie offiziell eingeweiht. FOTO: Wolfgang Kaiser
Stadt Willich. Im Rahmen eines Sommerfestes weihte die evangelische Emmaus-Kirchengemeinde ihre neue Kindertagesstätte in Schiefbahn ein. Pfarrer Joachim Schuler bedankte sich für die Geduld während der Bauphase. Von Bianca Treffer

Wie es sich in der neuen Kita am Herderweg in Schiefbahn lebt, das wissen die 55 Kinder im Alter von vier Monaten bis sechs Jahren genau. Seit Februar nennen sie den 750 Quadratmeter großen, lichtdurchfluteten Neubau und den 3400 Quadratmeter großen Außenbereich, zu dem unter anderen Bobbycar-Bahn und Wassermatschanlage gehören, ihr Eigen. Nun stand die offizielle Einweihung mit Segenswünschen an, wobei Joachim Schuler, Pfarrer der evangelischen Emmaus-Kirchengemeinde, auf kindgerechte Art und Weise verdeutlichte, was es denn eigentlich mit Gottes Segen auf sich hat.

Gottes Segen zeige sich darin, dass man sich unter einem Regenschirm bei Regen sicher fühlt, aber auch vor der Sonne geschützt werde, daran, dass es guttut, von der Hand der Eltern gehalten zu werden, und auch in dem wohligen Gefühl, das sich einstellt, wenn man in eine Höhle krabbelt und sich rundum geborgen fühlt. "In diese Kita sind jede Menge Engagement, Zeit und Kompetenz eingebracht worden, und das von allen Seiten, angefangen beim Presbyterium über die Eltern bis hin zu den Erzieherinnen", betonte Schuler, der die gesamt Bauphase für das Gebäude nochmals im Schnelldurchgang Revue passieren ließ.

Seinen Anfang nahm der Neubau, als die Kirchengemeinde entschied, den alten, aus dem Jahr 1974 stammenden Kindergarten abreißen zu lassen. Die Unterhaltskosten des Gebäudes waren in den vergangenen Jahren erheblich gestiegen, und aufgrund der finanziellen Engpässe sah man sogar schon eine Schließung heranrücken. Doch so weit kam es nicht. Das Grundstück der Kirchengemeinde wurde an die Frauenrath-Gruppe verkauft, die als Bauträger das neue Kindergartengebäude errichtete und nun wiederum an die Emmaus-Gemeinde als Träger des Kindergartens vermietet. Elf Monate dauerte die Bauphase. Für die Kita keine einfache Zeit. Sie musste mit einem Notbehelf klar kommen: Es wurden bauliche Veränderungen im Gemeindezentrum Schiefbahn vorgenommen, wo die Kita während des Abrisses ihres altes Gebäudes und der Erstellung des Neubaus unterkam. "Wir können allen nur für die Geduld während dieser Zeit danken", sagte Schuler. Eine Aussage, der sich Kita-Einrichtungsleiterin Julia Bautz anschloss. Elf Monate hätten alle zwischen den Stühlen gesessen. Ein ganz dickes Dankeschön gehe insbesondere an die Kinder, die mit der beengten Situation in der Ersatz-Kita gut klar gekommen seien, so Bautz. Sie hob des Weiteren die gute Zusammenarbeit im Team in den Phasen Auszug, Notbehelf und Einzug hervor und lobte die ebenfalls herausausragende Zusammenarbeit mit dem Träger. Er sei ein Partner, auf den man sich immer verlassen könne.

Vom ersten Tag an war die Kita vollbelegt, wobei aktuell zehn Erzieherinnen die Kinder betreuten. Mit dem neuen Kita-Jahr 2017/18 kommt eine weitere Erzieherin hinzu. Der Träger investierte selbst knapp 300.000 Euro in die dreigruppige Einrichtung. Dazu gehörten die kompletten Abrisskosten und der Innenausbau des Kindergartens. Die Investition wäre ohne die Erlöse aus dem Verkauf des Grundstücks nicht möglich gewesen.

Beheizt wird der Kindergarten übrigens mit Geothermie. Die Emmaus-Kirchengemeinde ließ eine rund 45.000 Euro teure Photovoltaik-Anlage aufs Dach setzen. Diese produziert nicht nur Strom für den Eigenverbrauch, darunter auch für die Geothermiepumpen, sondern speist zudem Strom in das Netz ein. 15,3 Tonnen CO2-Emissionen werden durch die Photovoltaikanlage jedes Jahr vermieden. "Kinder sind unsere Zukunft, und jeder Cent ist hier gut angelegt", betonte Willichs stellvertretender Bürgermeister Guido Görtz.

Quelle: RP
 
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