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Stadt Willich
Grabenfräse bringt die Zukunft

Stadt Willich: Grabenfräse bringt die Zukunft
Erster Spatenstich auf dem Duvenhof (von links): Wirtschaftsförderer Mike Bierwas, Stefan Tebbe (Artemis), Bürgermeister Josef Heyes und Dr.Stephan Zimmermann, Geschäftsführer Deutsche Glasfaser. FOTO: WOLFGANG KAISER
Stadt Willich. Der Glasfaserausbau in Willich geht voran. Auf den Streithöfen und der Hardt können sich die Bürger ab November auf ein schnelleres Internet freuen. Möglich macht das die Deutsche Glasfaser GmbH. Von Bianca Treffer

Symbolisch ist es zwar der Spatenstich, aber wenn auf Graben im herkömmlichen Sinne gesetzt werden würde, dann könnte das Ziel, bis Ende Oktober mit den Bauarbeiten fertig zu sein, nicht eingehalten werden. Mit dem obligatorischen Spateneinsatz gab die Deutsche Glasfaser zusammen mit Willichs Bürgermeister Josef Heyes das Startzeichen für den Glasfaserausbau auf den Streithöfen und der Hardt. In dieser Woche sind die Arbeiten gestartet, wobei ein sogenannter Trencher in den Einsatz geht.

Diese Grabenfräse auf Gleisketten und mit einem Schaufelrad versehen, gräbt nicht nur den benötigten Graben in 40 bis 60 Zentimeter Tiefe, sie legt auch gleichzeitig das Glasfaserkabel und schüttet den schmalen Graben auch direkt wieder zu. Worauf die Bürger auf den Streithöfen und der Hardt lange gewartet haben, nimmt nun seinen Anfang.

Schon vor zwei Jahren hatte sich eine Interessengemeinschaft namens Internet Hardt gebildet. "Wir waren die schlechte Internetverbindung mit den mehr als nur geringen Geschwindigkeiten leid", sagt Heiko Linde, der mit zu den Gründungsinitiatoren gehört. Man startete eine Umfrage unter den Anwohnern in den betreffenden Gebieten. "97 Prozent wünschten sich eine Veränderung", berichtet Monika Malsy von der Initiative. Ein erster Versuch mit einem Anbieter schlug fehlt, dann aber konnte die Deutsche Glasfaser gewonnen werden. Die hatte bereits Kontakt mit der Stadt Willich aufgenommen, allerdings für den Glasfaserausbau in den Gewerbegebieten Münchheide und Stahlwerk Becker.

Die Stadt Willich hatte im vergangenen Jahr eine Breitbandstudie in Auftrag gegeben, die den aktuellen Ist-Zustand in Willich dokumentieren sollte. "Danach haben wir ein Interessen- und Markerkundungsverfahren eingeleitet und abgefragt, welche Unternehmen ein Interesse am Ausbau hätten", informiert Mike Bierwas von der städtischen Wirtschaftsförderung. Neben der schon in den Industriegebieten agierenden Telekom meldete die Deutsche Glasfaser ihr Interesse an. "Unser Unternehmen hat dann zudem Kontakt mit der Interessengemeinschaft aufgenommen und wir haben mit der Stadt Willich gemeinsam geschaut, wie sich eine Realisierung umsetzen lassen kann", sagt Dr. Stephan Zimmermann, Geschäftsführer Deutsche Glasfaser.

Sie starteten dabei eine Vorabfrage bei den 220 Wohneinheiten auf den Streithöfen und der Hardt, bei der es zum Abschluss von 150 Verträgen kam. "Bei den Vorabfragen in Außenbezirken benötigen wir für die Realisierung 40 Prozent der Wohneinheiten. Hier liegen wir deutlich darüber. Das Interesse ist mehr als nur groß", sagt Stephan Giese, der stellvertretenden Regionalleiter Niederrhein. Auf die Bürger kommen dabei einmalige Anschlusskosten in Höhe von 100 Euro. Dazu gesellt sich der entsprechende Vertrag, der bei monatlich 24,99 Euro beginnt. Bis Ende Oktober sollen die Bauarbeiten fertig sein. Es folgt der Ausbau der Gewerbegebiete, der bis Ende Dezember ebenfalls abgeschlossen sein soll. Insgesamt werden rund 20 Kilometer Glasfaserleitung verlegt, wobei das Unternehmen die Leitungen über der bestehenden Gastrasse zieht. "Mit gleich zwei Anbietern von Glasfaser sind wir in den Gewerbegebieten sehr gut aufgestellt. Das ist schon ein besonderes Angebot für Unternehmen", freut sich Heyes, neben der nunmehr endlich gelungenen Realisierung eines schnellen Internets für die Anwohner der Streithöfe und Hardt.

Quelle: RP
 
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