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Stadt Willich
Großes Fest auf dem Willicher Kaiserplatz

Stadt Willich. Die Umgestaltung des Platzes wird am Freitag kommender Woche von 14 bis 20.30 Uhr groß gefeiert. Von Marc Schütz

Noch genau eine Woche müssen sie warten, dann dürfen sich die Willicher als "Besitzer" des neuen Kaiserplatzes fühlen. Denn am Freitag, 8. April, ab 14 Uhr wollen die Stadt Willich und die Willicher Kulturstiftung der Sparkasse Krefeld den Platz und die Skulptur "Wasser, Welle, Willich" mit einem Bürgerfest übergeben - und mit Freisekt und -saft auf die Umgestaltung anstoßen. "Was lange währt, wird endlich gut", sagte die Technische Beigeordnete der Stadt Willich, Martina Stall, gestern bei einem Pressegespräch zur Eröffnungsfeier.

Denn die Neugestaltung des Kaiserplatzes ist schon seit 2006 Thema, als es einen Wettbewerb für Architekten gab. Die Maßnahme verzögerte sich dann aber, unter anderem, weil das Land den Umbau nur fördern wollte, wenn er "in einem größeren städtebaulichen Zusammenhang" steht, so Stall. Daher wurde 2011 bis 2012 das Integrierte Handlungskonzept für den Ortskern von Alt-Willich erarbeitet. Im Dezember erging dann der Bewilligungsbescheid, im Januar 2015 wurde mit der Umgestaltung und Kanalsanierung für insgesamt rund 1,5 Millionen Euro begonnen. "Der Kaiserplatz wurde als erste Maßnahme des Konzeptes umgesetzt, weil die Pläne hierfür schon seit 2006 in der Schublade lagen", erklärte Martina Stall die Tatsache, wieso nicht mit dem Marktplatz, dem Herzen Alt-Willichs, begonnen wurde.

Dass die Planung auch nach zehn Jahren gut sei, zeige, dass der umgestaltete Kaiserplatz zeitlos sei und auch in 30 bis 40 Jahren noch gut aussehen werde, so Stall weiter, die sich vor allem über den Wasserlauf freut. "Wasser gehört zu einem Platz unbedingt dazu. Es sorgt für eine Belebung und beruhigt." Vereinzelt laut werdende Kritik, der Wasserlauf sei eine Stolperfalle, kann sie nicht nachvollziehen. "Wir sind nicht die Erfinder des Wasserlaufs, in anderen Städten gibt es keine Probleme damit", so Stall. Zudem sei der Platz gut ausgeleuchtet. Anfangs sei sogar geplant gewesen, den Wasserlauf zu beleuchten, doch das sei der Politik zu teuer gewesen.

Ausgangspunkt des Wasserlaufs ist die Skulptur des Künstlers Ubbo Enninga, der in Stuttgart, Berlin und Biedenkopf an der Lahn arbeitet. Sie wird im Rahmen der Einweihungsfeier enthüllt und ist eine Dauerleihgabe der Willicher Kulturstiftung der Sparkasse Krefeld und hat inklusive Sockel rund 72.000 Euro gekostet. "Die Stiftung besteht seit 25 Jahren. Das ist ein schöner Anlass, die Skulptur mit einem Fest an die Bürger zu übergeben", sagte Stiftungs-Vorstand Siegfried Thomaßen. Er dankte dem schwer erkrankten Hans Kothen, der sich dafür eingesetzt habe, dass die Stiftung sich nicht nur finanziell an den Neersener Schlossfestspielen beteilige, sondern auch in andere Projekte investiere - den Weberbrunnen in Anrath, die Skulpturen "Gaukler und Muse" vor dem Schloss, "Lesender" vor der Stadtbücherei und die Säulenformation vor de Bütt beispielsweise. Mit fast 1,5 Millionen Euro hat die Stiftung seit ihrem Bestehen die Kultur in der Stadt inzwischen gefördert.

Der Künstler Ubbo Enninga wird am kommenden Freitag mit den Bürgern über seine Skulptur sprechen, zudem gibt es ein umfangreiches Rahmenprogramm, an dem sich auch die umliegenden Einzelhändler beteiligen werden, so City-Managerin Christel Holter. Um 14 Uhr geht's los mit dem Eventtheater Caracho, es folgen Reden und um 15 Uhr die Enthüllung der Skulptur. Was auf die Ohren gibt es um 17 und um 18 Uhr von einer 20-köpfigen Samba-Formation und um 18.30 Uhr mit der Coverband Prime Time, die Rock und Pop von den 70ern bis heute bietet.

Quelle: RP
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