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Stadt Willich
Grüne: Alternativplanung Regiobahn ohne Gladbach

Stadt Willich. Im Rahmen ihrer Fraktionsklausur haben die Willicher Grünen den Haushaltsplanentwurf für das kommende Jahr beraten. Herausgekommen ist die Überzeugung, dass lediglich minimaler Spielraum für Mehrausgaben besteht.

Anträge aus der Politik könnten nur durch Umschichtungen erfüllt werden. Einzig durch einmalige Schlüsselzuweisungen von über zwei Millionen Euro gerate der Haushalt nach der Prognose des Kämmerers in ein stabiles Plus. "Angesichts eines zweistelligen Millionendefizits in der Summe der letzten zehn Jahre und eines Gesamtschuldenstands der Stadt, einschließlich Eigenbetriebe, von über 100 Millionen Euro stützen wir den Krus von Kämmerer Willy Kerbusch, vorrangig die Ausgleichsrücklage aufzustocken, um ein finanzielles Polster aufzubauen", fasst Fraktionsvorsitzender Raimund Berg die Position der Grünen zusammen.

Sachpolitisch hat sich die Fraktion für 2018 gezielt offene Fragen der Verkehrsplanung und -optimierung vorgenommen. Konkret werden die Grünen 50.000 Euro für die gründliche Aktualisierung und Überarbeitung des Mobilitätskonzepts aus 2010 beantragen. Christian Winterbach, Planungsfachmann der Fraktion, dazu: "Es geht um eine strategische Überplanung des Verkehrsgeschehens in unserer Stadt, die das bekannte Problem der Straßenüberlastung durch gemischte Lösungsansätze wie Fahrradverkehr, veränderte Verkehrsführungen, Nahverkehr und E-Mobilität ganz neu angehen muss. Das brennt den Bürgerinnen und Bürgern unter den Nägeln und fällt uns bei jedem neuen Bebauungsplan auf die Füße."

Ein ergänzender Antrag zum Haushalt wird die Themen fahrradfreundliche und -sichere Stadt zum Inhalt haben (50.000 Euro). ADFC und Verkehrswacht bestätigen übereinstimmend die Sicherheitsprobleme, besonders von radfahrenden Kindern in Willich, schreiben die Grünen in ihrer Pressemitteilung. Sie wünschen sich eigene Fahrradstreifen und -trassen, zusätzliche Fahrradquerungen, Abbiegespiegel und Fahrradampeln).

In Hinsicht auf die Erweiterung der Regiobahn wollen sich die Grünen Gedanken über eine Alternativplanung machen. Dafür beantragen sie, 30.000 Euro in den Haushalt aufzunehmen. Ziel sei eine Planung einer Streckenfortführung, die nicht über das Mönchengladbacher Stadtgebiet führt, "da die Nachbarstadt sich als vehementer Blockierer erwiesen hat." Aber auch eine RoermondLinie entlang der A 52 über Schwalmtal bis zur Innenstadt könnte eine Option für Willich und den Kreis Viersen sein.

Quelle: RP
 
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