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Stadt Willich
Haushalt 2015 schließt mit einem dickem Minus ab

Stadt Willich. Kämmerer Willy Kerbusch hatte es schon mehrfach als Befürchtung angesprochen, in der Willicher Ratssitzung teilte er es dann als tatsächlichen Stand mit: Die endgültige Abrechnung des Haushaltes 2015 ergibt ein Minus von 3,9 Millionen Euro. Damit sei die Stadt in der Genehmigungspflicht des Kreises - der ersten Stufe eines nicht von der Stadt bestimmten Haushalts.

Positiv stimmt Kerbusch, dass die Einnahmen- und Ausgabensituation für den Haushalt 2016 "relativ rund" läuft. Auf Grund des Minus aus 2015 müssen Politik und Verwaltung bei der im Herbst anstehenden Entwicklung des Haushaltes 2017 aber "strikte Disziplin" walten lassen.

Verärgert zeigte sich Kerbusch allerdings darüber, dass der Haushalt 2015 des Kreises Viersen eine Verbesserung von fünf bis sechs Millionen zeige. Das bedeute auch, dass die Stadt Willich zwischen 1,5 und 2 Millionen Euro zu viel an Kreisumlage gezahlt habe. Die Stadt hat aber keine Aussicht auf eine Rückzahlung. Er appellierte an die Kreistagsmitglieder, sich dafür einzusetzen, dass der Kreis seinen Finanzbedarf anders berechne: "Die Haushaltskonsolidierung kann nicht Aufgabe der Städte sein, hier ist auch der Kreis gefragt", so Kerbusch.

(djm)
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