| 00.00 Uhr

Stadt Willich
Höhere Beiträge für Ganztagsgrundschulen

Stadt Willich. Vom neuen Schuljahr an soll eine neue Gebührensatzung für die Elternbeiträge zur Offenen Ganztagsgrundschule gelten. Der Schulausschuss hat eine entsprechende Empfehlung an den Rat ausgesprochen. Von Nadia Joppen

Der Willicher Schulausschuss empfiehlt dem Rat die Verabschiedung einer neuen Satzung über die Elternbeiträge zu den Kosten für die Offene Ganztagesgrundschule (OGS). Ein Element: Der Elternfreibetrag wurde deutlich erhöht. Künftig müssen sich erst diejenigen Eltern, deren Jahreseinkommen über 25.000 Euro liegt, an den OGS-Kosten für ihr Kind beteiligen - und zwar mit 65 Euro statt bisher 57,78 Euro. In der noch geltenden alten Satzung werden Beiträge schon ab einem Jahreseinkommen von 16.000,01 Euro erhoben - monatlich 26,08 Euro.

Die Verwaltung hatte - in Abstimmung mit den Obleuten des Schulausschusses - zwei Satzungsvarianten vorgelegt. Variante A - die allerdings abgelehnt wurde - hätte insgesamt zehn Abstufungen in den Einkommens- und Beitragsklassen umfasst. Dabei hätten die Mehreinnahmen bei bis zu 26.000 Euro gelegen.

Der Ausschuss hatte sich nach lebhafter Diskussion allerdings für Variante B entschieden - und in dem Satzungsmodell noch leichte Abweichungen vorgenommen. Es sind sechs Einkommens- und Beitragsklassen vorgesehen. Die Eckdaten: Der geringste Beitrag (65 Euro pro Monat) wird für Eltern mit einem Jahreseinkommen zwischen 25.000,01 und 37.000 Euro fällig. Den monatlichen Höchstbeitrag von 170 Euro zahlen Eltern mit einem Jahreseinkommen ab 80 000,01 Euro. Geschwisterkinder bleiben wie bisher beitragsfrei. Die Satzung muss noch vom Willicher Stadtrat verabschiedet werden.

Außerdem werden zum Schuljahresbeginn im Sommer vier halbe OGS-Gruppen neu eingerichtet. Der Grund: Schon jetzt fehlen - selbst bei voller Auslastung der gesetzlich vorgesehenen 10-Prozent-Grenze - 30 Plätze. Bei dieser Berechnung sind nur einzelne Flüchtlingskinder berücksichtigt, die 2016 aufgenommen wurden, so die Verwaltung in ihrer Vorlage. Sie gehe allerdings davon aus, dass im Jahresverlauf 40 bis 50 weitere Flüchtlingskinder in den Grundschulen angemeldet werden. Damit diese Kinder möglichst schnell integriert werden, sollen sie einen OGS-Platz bekommen - gleichzeitig solle aber kein anderes Kind auf einen Platz verzichten müssen. Die neuen halben Gruppen werden an der Kolping-Schule, der Astrid-Lindgren-, der Vinhoven- und der Albert-Schweitzer-Schule eingerichtet. Die Grundschule Mühlenfeld hat noch weitere Kapazitäten, um beispielsweise Kinder aus der Unterkunft Moltkestraße aufzunehmen. Damit gibt es in Willich zum Schuljahresbeginn insgesamt 32,5 OGS-Gruppen (bislang 30,5 Gruppen). Die Verwaltung erwartet, dass die zusätzlichen Kosten über Haushaltsmittel sowie höhere Einnahmen aus Landesmitteln und aus den Elternbeiträgen gedeckt werden können.

Eine weitere Entscheidung fiel erst nach kontroverser Diskussion und Sitzungsunterbrechung - dann aber einstimmig: Dem CDU-Antrag folgend wird ein Gesprächskreis Offener Ganztag eingerichtet - allerdings erst einmal befristet für ein Jahr und mit Beteiligung einer OGS-Leiterin und eines Elternvertreters aus jeder OGS.

Quelle: RP
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Stadt Willich: Höhere Beiträge für Ganztagsgrundschulen


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.