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Stadt Willich
Hundebestandsaufnahme ist schon jetzt ein Erfolg

Stadt Willich. Seit Anfang des Monats gehen Mitarbeiter einer privaten Firma von Tür zu Tür. Ihre Mission: eine Hundebestandsaufnahme. "Leider musste in zurückliegender Zeit festgestellt werden, dass nicht alle Hundehalter der Pflicht zur Anmeldung ihrer Hunde nachgekommen sind. Aus Gründen der Steuergerechtigkeit hat die Stadt nun entschieden, eine Hundebestandsaufnahme durchzuführen", teilt die Stadt mit. Und die Kontrolleure haben Erfolg - allein in der ersten Woche gingen ihnen laut Stadtkämmerer Willy Kerbusch 60 von ihren Herrchen und Frauchen noch nicht angemeldete Tiere "ins Netz". Für die Stadt Willich bedeutet das bares Geld. Die jährliche Hundesteuer beträgt derzeit 120 Euro für einen Hund. Entsprechend mehr müssen die Hundehalter für zwei oder drei Hunde beziehungsweise Halter gefährlicher Hunde bezahlen. Von Marc Schütz

In den sozialen Netzwerken ist das Geschrei empörter Hundehalter groß, dass die Stadt für so etwas Geld ausgebe - das könne sich doch nie und nimmer rechnen. Doch Kämmerer Kerbusch beruhigt: "Die Firma arbeitet rein erfolgsabhängig, bekommt einmalig circa 100 Euro für jeden nicht angemeldeten Hund. Die Stadt muss also kein Geld in die Hand nehmen." Falls nicht gemeldete Hunde festgestellt werden, müssen die betroffenen Hundehalter mit einer rückwirkenden Steuerfestsetzung rechnen. Zudem können Bußgelder bis zu 2500 Euro geltend gemacht werden.

Das zeigt Wirkung: Bis Ende vergangener Woche haben 200 Hundehalter ihre Vierbeiner freiwillig bei der Stadt angemeldet - das allein sind einnahmen von 24.000 Euro pro Jahr. Die Hunde können in jedem Stadtteilbüro sowie im Geschäftsbereich Zentrale Finanzen, Team Steuern und Abgaben (Verwaltungsgebäude Vorwerk des Schlosses Neersen, Erdgeschoss Zimmer 10) zu den jeweiligen Sprechzeiten oder online unter "https://www.stadt-willich.de/de/dienstleistungen/hundesteuer-anmelden-und-abmelden/" angemeldet werden.

Die Mitarbeiter der beauftragten Firma sind wochentags zwischen 10 und 20 Uhr und samstags zwischen 9 und 17 Uhr unterwegs. Die Mitarbeiter stellen durch Befragung den vorhandenen Hundebestand fest. Dazu trägt jeder Mitarbeiter sichtbar eine von der Stadt Willich ausgestellte Legitimation. Die Wohnungen werden dazu nicht betreten, und es werden keine Steuern oder Gebühren vor Ort erhoben, teilt die Stadt weiter mit.

Quelle: RP
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