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Stadt Willich
Im Juli beginnt in der Orangerie die Eiszeit

Stadt Willich. Thomas Schmeiter erfüllt sich einen langgehegten Traum und eröffnet in der Orangerie im Schlosspark Neersen ein Eiscafé. Die Pizzeria des Vorgängers wanderte als neues Restaurant ins Vorwerk des Schlosses. Von Willi Schöfer

Ob es einen speziellen Schlosspark- oder einen Borussen-Becher geben wird, lässt Thomas Schmeiter noch offen. Der 52-jährige Neersener hat derzeit andere Sachen im Kopf, möchte erst einmal gemeinsam mit seiner Ehefrau Birgit die Voraussetzungen schaffen, dass aus der Orangerie im Park des Schlosses ein Eiscafé wird. Vor wenigen Tagen wurde der Pachtvertrag mit der Stadt unterzeichnet. "Und wenn alles erwartungsgemäß verläuft, möchten wir am ersten Juli-Wochenende beginnen", sagte gestern der gelernte Groß- und Einzelhandelskaufmann.

Es geht um die Orangerie, in der jahrelang Massimo Buono und sein Schwager Salvatore Berini eine Pizzeria hatten, bis nach den Beschwerden und Klagen eines Anwohners die Beeinträchtigungen und Auflagen in dem beliebten Ausflugslokal immer größer wurden. Beim gestrigen RP-Gespräch erinnert sich der neue Pächter, dass er dort selbst jahrelang mit seiner Familie gesessen, gegessen und das Ambiente genossen habe. "Wenn die Zwei mal hier rausgehen, wäre das für uns genau das Richtige", dies hatte er einige Male zu seiner Ehefrau Birgit gesagt. Von solch einem gastronomischen Betrieb hatte der Neersener, der zuletzt in der Düsseldorfer Altstadt in der Elektronik-Branche selbstständig tätig war, immer schon geträumt.

Als dann der Umzug der ehemaligen Pächter in das neue Restaurant "Castello da Chiara" ins Vorwerk des Neersener Schlosses immer näher rückte und die Stadt offiziell den Betrieb eines "Kiosk mit sommerlichem Ausschank" neu ausschrieb, reifte bei den Schmeiters das Eiscafé heran, zumal vor einigen Jahren die Eisdiele an der Virmondstraße schloss. Die Stadt war zur Pacht bereit. Der Vertrag über zunächst fünf Jahre mit einer Option auf weitere drei wurde Anfang Juni unter anderem mit der Technischen Beigeordneten, Martina Stall, unterschrieben.

In den nächsten Wochen werden noch die strengen Auflagen der Ämter, insbesondere des Kreis-Veterinär-und Lebensmittelüberwachungsamtes, erfüllt. So muss in der gläsernen Orangerie, in der die Stadt in den kälteren Monaten von Oktober bis April große Pflanzkübel hineinstellt, aus hygienischen Gründen der Thekenbereich sauber von der Kundenzone getrennt werden. Dieser Teilbereich, etwa sieben mal drei Meter lang und tief, bekommt eine geschlossene Decke und am Boden abwaschbare Fliesen. Neue Abwasser-Leitungen sind bereits gelegt. Thomas Schmeiter summiert die notwendigen Investitionen auf insgesamt rund 50 000 Euro. Eingeschlossen das neue Mobiliar für die 35 Innen- und 40 Außenplätze. In der Orangerie darf nicht gekocht oder gebacken werden. "Wir bekommen daher die Eissorten und Kuchen von regionalen Betrieben", erklärt der neue Betreiber. Die Öffnungszeiten werden bis zum 30. September sein: montags bis donnerstags jeweils von 14 bis 22 Uhr, an den übrigen Tagen von 11 bis 22 Uhr. Und der Neersener überlegt. "Vielleicht bieten wir an den Wochenenden auch ein kleines Frühstück und außerdem Crepes an."

"Wir hoffen natürlich, dass das Eiscafé gut angenommen wird", ist das Ehepaar aber zuversichtlich. Wenn alles planmäßig verläuft, möchten Birgit und Thomas Schmeiter ihr neues Café am Sonntag, 5. Juli, elf Uhr, eröffnen. Dann findet nämlich der 24. Niederrheinische Radwandertag statt; eine Station wird dann wieder im Neersener Schlosspark sein.

Quelle: RP
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