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Stadt Willich
Innungsfeier für 20 neue Anlagenmechaniker aus dem Kreis

Stadt Willich. In der Brauerei Schmitz-Mönk in Anrath wurden jetzt 20 Auszubildende der Innung für Sanitär- und Heizungstechnik Kreis Viersen feierlich losgesprochen. "Diese Feier ist der krönende Abschluss ihrer Lehrzeit. Neue Aufgaben und Chancen liegen vor ihnen. Eine Zeit echter Bewährung im beruflichen und betrieblichen Alltag steht ihnen bevor", sagte Innungsobermeister Leo Dammer zu Begrüßung. Er erinnerte an die Herausforderungen, die sich gerade diesem Beruf in den vergangenen Jahren immer wieder gestellt haben und die ein hohes Maß an Flexibilität und Weiterbildungsbereitschaft erfordern. Der schonende Umgang mit Trinkwasser und Energie zum Schutz der Umwelt spielen für den Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizung- und Klimatechnik eine wichtige Rolle. Dammer sprach von den regenerativen Energien wie Solaranlagen, Holz- und Pelletheizungen als auch Wärmepumpen für Sole, Wasser Luft. "Regelelektronik und Digitalsteuerungen, um nur einige Dinge zu nennen, erfordern auch künftige Lernbereitschaft. Wer hier den Anschluss verliert, hat im Handwerk keine große Zukunft", hob der Obermeister hervor. Dass gerade dieser Beruf ein verstärktes lebenslanges Lernen mit sich bringt, konnten die ehemaligen Auszubildenden bereits in der Lehrzeit feststellen. "Die Ausbildung war sehr komplex und man hat ein immenses Wissen erhalten. Wenn man gut praktisch mitarbeitet, lernt es sich aber wie von selbst", sagte Till Lucht. Der 19-Jährige hat sich mit der Ausbildung einen lange bestehenden Berufswunsch erfüllt und arbeitet nun als Geselle in seinem Ausbildungsbetrieb weiter. Das gilt auch für Markus Stahr, wobei der 32-Jährige mit der Lehre seine Tätigkeit als Helfer in dieser Berufssparte beendete. "Anfangs war es komisch die Schulbank zu drücken, aber ich bin froh, dass ich mich dazu entschlossen habe und jetzt Geselle bin", berichtete der Nettetaler. Von Bianca Treffer

Für den Willicher Aron Heffels gab es bei der Feier eine besondere Überraschung. Er wurde nach Lossprechung als Prüfungsbester des vergangenen Jahres ausgezeichnet. Heffels arbeitet derzeit noch in seinem Willicher Ausbildungsbetrieb. "Ab August hole ich aber mein Fach-Abitur nach, weil ich danach gerne Maschinenbau studieren möchte", erzählte der 20-Jährige, der die praktischen Erfahrungen und das Wissen seiner dreieinhalbjährigen Ausbildung als großen Vorteil für seinen weiteren beruflichen Weg ansieht.

Wie wichtig eine Ausbildung ist, auch wenn es danach in eine ganz andere Richtung geht, verdeutlichte die Festrednerin der Lossprechungsfeier. Diese hielt nämlich die Boxerin Lisa Puri, die selber eine Schornsteinfegerlehre absolviert hatte, bevor sie sich ganz dem Sport widmete. "Der Titel Geselle vermittelt ein tolles Gefühl. Man hat ihn hart erarbeitet und niemand kann ihn einem abnehmen", betonte Lisa Puri und wünschte allen viel Glück.

Quelle: RP
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