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Kommentar
Investoren sind Grenzen gesetzt

Auch wenn der Landrat es so nicht wörtlich sagt, feststeht: Der Kreis möchte sich von der Immobilie Kempener Burg trennen. Nur so macht der nun eingeschlagene Weg überhaupt Sinn. Offen lässt Coenen indes, was mit der Burg geschieht, wenn die Markterkundung ergibt, dass es keine potenziellen Investoren gibt, die sich das mehr als 600 Jahre alte Gebäude ans Bein binden wollen - zumal sie dann auch wichtige denkmalpflegerische oder städtebauliche Bedingungen berücksichtigen müssten. Nicht alles ist in der Kempener Burg möglich. Ein Spielcasino - das sollte es tatsächlich vor vielen Jahren geben - ist aus Sicht des Kempener Bürgermeisters ebenso unrealistisch wie eine totale Abschottung des Gebäudes durch einen neuen Privatbesitzer. Das widerspräche allen zuletzt immer wieder geäußerten Absichtserklärungen, die Burg müsse für die Öffentlichkeit stärker geöffnet werden. Derzeit verirren sich kaum Besucher in dem Gebäude. Der Kreis der Nutzer des Kreisarchivs oder der Teilnehmer von Volkshochschulveranstaltungen, die dort stattfinden, ist überschaubar. Man darf gespannt sein auf den nun begonnenen Prozess und wie weit die Öffentlichkeit an ihm tatsächlich beteiligt wird.

andreas.reiners@rheinische-post.de

Quelle: RP
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