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Stadt Kempen
Jugendtreff in ausrangierter Straßenbahn

Stadt Kempen. Die Politik stimmt zu, dass ein alter Waggon auf dem Skaterplatz an der Berliner Allee aufgestellt wird. Von Andreas Reiners

Am Ende gab es Beifall von den Jugendlichen für die Politiker im Jugendhilfeausschuss. Die stimmten am Montagabend bei ihrer Sitzung im "Haus der Familien - Campus" zu, dass auf dem Skaterplatz am Sportzentrum Berliner Allee eine ausrangierte Straßenbahn als neuer Freizeittreff für Jugendliche in Kempen aufgestellt wird. Bei der März-Sitzung des Ausschusses war das Vorhaben, dass die Stadt gemeinsam mit den Stadtwerken realisieren will, noch auf Vorbehalte aus den Reihen der CDU gestoßen. Diesmal überzeugten die Jugendlichen mit ihren Ideen zur Ausgestaltung des originellen Freizeitreffs auch die Christdemokraten. Deren Sprecher, Ratsherr Georg Funken, lobte das Engagement.

Nun wird in den kommenden Monaten ein ausrangierter Waggon vom Straßenbahndepot der Stadtwerke Krefeld auf dem Tieflader zur Berliner Allee rollen können. Den Waggon haben die Stadtwerke Kempen bereits für 30 000 Euro erworben. In diesen Kosten ist enthalten der mit 8000 Euro recht teure Transport von Krefeld nach Kempen, die Anlage eines Gleisbetts am neuen Standort sowie die Installation einer neuen Heizung und Beleuchtung im Waggon. Die Stadt hatte im Vorfeld mit den Stadtwerken vereinbart, man sich die Kosten teilt. Auf die Stadt kämen also maximal 15 000 Euro zu, die größtenteils über Landeszuschüsse abgedeckt werden können. Für den Rest sollen Sponsoren gefunden werden. Bei der Suche wollen die Stadtwerke helfen.

Die Jugendlichen, die regelmäßig das "Campus" am Spülwall und den Freizeittreff "Alte Post" im Hagelkreuz besuchen, haben gemeinsam viele Ideen zur Ausgestaltung der Bahn zusammengetragen. Auch die Skater, die auf der Anlage an der Berliner Allee ihrem Hobby nachgehen, sind mit im Boot. Die Jugendlichen wollen sowohl innen als auch außen die alte Bahn aufpeppen. Für sie ist wichtig, dass sie auf dem Platz an der Berliner Allee ihre Freizeit bei Sport und Spiel verbringen können, ohne irgendwelche Anwohner zu belästigen. Sie kündigten im Ausschuss an, das Umfeld von Bahn und Skateranlage auch sauber halten zu wollen. Von Seiten der Stadt sind die Betreuerteams und der neue Stadtjugendpfleger André Fitzner mit von der Partie. Außerdem wollen die Stadtwerke ihren Sicherheitsdienst, der das benachbarte "Aqua Sol" außerhalb der Öffnungszeiten überwacht, mit Kontrollen am Skaterplatz beauftragen.

Quelle: RP
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