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Gemeinde Grefrath
Junge Musik mit vielen bekannten Oldies

Gemeinde Grefrath: Junge Musik mit vielen bekannten Oldies
Die Drei von der Band sind zu jedem Quatsch bereit: Fürs Foto greifen sie zu den nächstliegenden Instrumenten: Leadsänger und Gitarrist Tobias Janssen (links), Schlagzeuger André Hasselmann und Bassist Lars Greuel. FOTO: WOLFGANG KAISER
Gemeinde Grefrath. Der Grefrather Tobias Janssen hat Anfang des Jahres eine neue Band gegründet: "Free Barbie - kill Ken!". Am Samstag gab die Band in der Albert-Mooren-Halle ein Konzert. Das Trio covert alte Nummern und verbreitet dabei gute Laune. Von Heribert Brinkmann

"Tränen lügen nicht", "Über sieben Brücken musst du gehen" oder "Im Wagen vor mir" - aus diesen Oldies macht Tobias Janssen einen Medley, der ganz frisch und frech daherkommt. "Wir wollen gute Laune machen, das Publikum soll mitsingen können. Wenn wir auf die Bühne gehen, sind viele alte Nummern dabei und paar Sachen nehmen wir dabei aufs Korn." Der Grefrather Bassist und Gitarrist hat sich für seine neue Band zwei Mitstreiter gesucht und schnell gefunden. Man kennt sich schon lange: Es sind der Bassist Lars Greuel aus Oedt und der Drummer André Hasselmann aus Aldekerk - oder bald aus Kempen.

Eigentlich ist Tonias Janssen selber Bassist, aber in der neuen Band ist er der Leadsänger - und für ihn geht Bass und Singen gar nicht zusammen. Anfang des Jahres taten sich die drei Musiker zusammen, Ende Januar/Februar gab es sogar schon erste Live-Auftritte in Nettetal und bei der Rockschicht in Viersen. Am Samstag war das große "Coming Out" in der Albert-Mooren-Halle in Oedt. Wer das Konzert verpasst hat, kann die neue Band noch entdecken. Allein wegen des schrägen Namens "Free Barbie - kill Ken" wird man sie sich sofort merken. Als pro:c-dur, das Kabarettmusikduo mit Timm Beckmann, auseinanderging, wollte Janssen seine langgehegte Idee einer eigenen Band in die Tat umsetzen. Alte Schlager und die neue deutsche Welle machen die drei von der Band zu ihrer Sache, und Covern heißt hier nicht Nachspielen, sondern im eigenen Stil interpretieren. Und obwohl der Bandname es nicht vermuten lässt, geht es in erster Linie um deutsche Texte. Und auf der Bühne soll es dann viel Entertainment geben: "Wir lassen uns was einfallen." Aber den Dreien geht es nicht um Klamauk, sondern um die Musik: "Musikalisch wollen wir alles sehr gut machen." Und mit einem Hauch Ehrfrucht lobt Janssen den Sound der 80er Jahre. Die Songs von damals hätten mehr Potenzial als man denkt. Die Musik sei großartig gemacht. Die heutige Mainstreammusik sei dagegen viel schablonenhafter, musikalisch vielfach nur Eintagsfliegen. Ein Lied wie "Über sieben Brücken" würde heute wohl nicht mehr produziert, weil die Musik ziemlich komplex sei. Die Mischung aus Musik, deutschen Text, der ironischen Brechung - das dürfte eine Bühnenshow sein, die bei jeder Altersgruppe ankommt.

Und wenn sich viele Fußballfans unters Publikum mischen, liegt das am Bassisten Lars Greuel, der lange Profifußballer war. Jetzt dribbelt Greuel über die Bass-Saiten, was ihm genauso viel Spaß macht. Für Greuel ist es die erste Band als Bassist, sein erstes Instrument ist die Gitarre. Das Spielen auf der Gitarre hat er sich weitgehend selbst angeeignet.

Der dritte im Bunde ist André Hasselmann, der Schlagzeuger der Band. Der gebürtige Kempener hat in Arnheim an der Musikhochschule Schlagzeug studiert. Hasselmann hat schon in mehreren Bands wie die Düsseldorfer Soul-Punk-Band "Family Five", Jansen Krefeld ("Schräg-Pop" vom Feinsten) oder "Made for RocknRoll" in Kempen gespielt und auch schon an Plattenaufnahmen mitgewirkt - sogar in Namibia. Greuel und Hasselmann sind im gleichen Viertel aufgewachsen, kennen sich also von klein auf. Und auch Tobias Janssen hängt an seiner Heimat. Die Band setzt viel auf den sich entwickelnden Szenetreff "Papparazzi" in der Mooren-Halle.

Quelle: RP
 
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