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Stadt Willich
Kassiererin erkennt Angeklagten nicht wieder

Stadt Willich. Zwei Jahre ist es her, dass die Kassiererin der Sparkassenfiliale in Schiefbahn einem Bankräuber gegenüberstand. Der Mann forderte auf einem Zettel Geld und drohte, einen Sprengsatz zu zünden. Die Frau legte rund 8000 Euro in den Beutel. Der Täter verschwand unerkannt. Gestern begegnete die 63-Jährige dem Mann wieder. Sie könne nicht sagen, ob es der Angeklagte war, sagte die 63-Jährige. Als Folge der Tat sehe sie sich die Menschen nun genauer an, die vor ihr stehen.

Neben einem weiteren Bankangestellten sagte auch eine Zeugin aus, die ein gegenüberliegendes Geschäft betreibt. Sie hatte einen auffälligen Mann beobachtet, der bei heißem Wetter ungewöhnlich warm angezogen gewesen sei.

Trotz angekündigter Einlassung wollte der Angeklagte sich gestern immer noch nicht zu den Vorwürfen äußern. Sollte sich der Vorwurf der schweren räuberischen Erpressung bestätigen, erwartet den 34-Jährigen eine mehrjährige Haftstrafe. Da er mit einem handgranatenähnlichen Gegenstand drohte, habe er ein Werkzeug verwendet, das geeignet ist, andere unter Druck zu setzen und seine Forderungen voranzutreiben. In diesem Fall liegt die Mindeststrafe bei drei Jahren.

Die Spuren des Angeklagten konnten bereits auf dem Zettel nachgewiesen werden, den der Täter durch die Durchreiche gelegt haben soll. Der 34-Jährige wurde bereits unter einem anderen Namen in Deutschland verurteilt. Die Verhandlung wird am 14. September fortgesetzt.

(BL)
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