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Stadt Willich
Kempen Big Band begeistert beim Benefizkonzert

Stadt Willich. "Flagge zeigen für Menschenrechte" - unter diesem Motto hätte der Abend in der Josefshalle stehen können. Von Lena Meyer

Die Josefshalle in Anrath wurde am Samstagabend zum Konzertsaal: Zugunsten des Arbeitskreises Fremde (AKF) in der Stadt Willich traten das Claas Anders Orchester und die Kempen Big Band auf. Beide Gruppen verzichteten auf ihre Gagen, die mit dem Erlös des Abends dem AKF zugute kommen. Der Verein will damit Flüchtlingen helfen und zum Beispiel Sprachunterricht sowie Exkurisonen finanzieren.

Schirmherr der Veranstaltung war Willichs Bürgermeister Josef Heyes, der das karitative Engagement und Können der Big Band lobte: "Das ist bereits der vierte Auftritt für den guten Zweck in Willich. Aber die Band spielt nicht nur hier, und ich habe mir sagen lassen, dass beim Auftritt unter dem Brandenburger Tor in Berlin die Quadrille sich bei den ersten Tönen schon in Bewegung setzen wollte." Heyes dankte auch der Kolpingsfamilie und der Pfarre St. Johannes, die die Halle zur Verfügung gestellt hatte. "In der Kulturhalle sind in diesem Jahr aber auch weitere Kapazitäten für Auftritte gegeben", versicherte Heyes schmunzelnd.

Die Kempen Big Band begann ihren Auftritt mit einem Musikstück von Cole Porter und spielte neben aktuellen Songs von Roger Cicero und Michael Bublé auch modernere Jazzstücke wie den "Haitian Fightsong" von Charles Mingus. "Nach unserem Weihnachtsprogramm haben wir uns selbst ein Kontrastprogramm verordnet", berichtete Bandleiter Markus Türk. Das Spielen von aktuellen Songs sei eine angenehme Abwechslung zum Proben von Weihnachtsliedern, ergänzte Türk. Abgerundet wurde der Auftritt durch den niederländischen Sänger William Wulmsen, der Gesangsstücke wie "Everybody hurts" gekonnt und stimmungsvoll interpretierte.

Großen Applaus erntete auch das Claas Anders Orchester, das den Abend eröffnete. Die integrative Band der Lebenshilfe Anrath setzt sich aus Behinderten, Senioren und Flüchtlingen zusammen. Unter der Leitung von Mirela Lazar begleiteten die zehn Musiker klassische Stücke wie das "Pink Panther Theme" von Henry Mancini mit diversen Schlaginstrumenten. Der Bitte um eine Zugabe kam die Gruppe mit sichtlicher Freude nach.

Ruth Stieglitz, Vorstandsmitglied des AKF, freute sich über die Resonanz des Abends. "Ich schätze, dass etwa 150 Karten verkauft wurden", sagte sie. Neben ihrer Kasse lagen Buttons und Stofftaschen mit dem UN-Menschenrechtslogo aus. Dieses Logo, das dem stilisierten Abbild einer Taube und einer Hand entspricht, ist auch das Logo des AKF. "Flagge zeigen für Menschenrechte, dachten wir uns", meinte Ruth Stieglitz. Ein Motto, unter dem auch der Abend in Anrath stehen konnte.

Quelle: RP
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