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Stadt Kempen
Kempener Hilfe für Schüler in Zimbabwe

Stadt Kempen: Kempener Hilfe für Schüler in Zimbabwe
Das neue Schulgebäude, das dank Kempener Hilfe gebaut wurde. Daneben steht noch eines der maroden Gebäude, die bald abgerissen werden. FOTO: Felistas
Stadt Kempen. Die Organisation "Felistas Afrikahilfe Kempen" hat gerade ein Schulgebäude gebaut. Möglich war das dank einer großzügigen Spende. Weitere Projekte sind vorgesehen, die Unterstützung soll nachhaltig sein. Von Peter Müller

Ende 2016 schlug für die Kinder und Bewohner von Charter Estate in Simbabwe eine große Stunde. Ein komplett neues Schulgebäude war für die Kinder in dem Dorf entstanden, das rund 80 Kilometer südlich der Hauptstadt Harare liegt. Nach einer Bauzeit von einem halben Jahr war es fertig. "Das Gebäude wurde vom Fundament bis zum Dach in massiver Bauweise erstellt, freut sich die Gründerin und Vorsitzende von "Felistas Afrikahilfe Kempen", Christiane Hamm.

Ende November vergangenen Jahres wurde das Gebäude von der Zweiten Vorsitzenden Sekai Orbon und ihrem Mann Dr. Helmut Orbon in einer feierlichen Zeremonie den Menschen in Charter Estate und seiner Bestimmung übergeben. Mit dabei waren neben Eltern und Kindern auch offizielle Vertreter vom staatlichen Schulministerium, die sich sehr über die Initiative aus Kempen freuten. Ohne Christiane Hamm und ihre Mitstreiter wäre eine neue Schule in dem Dorf nicht realisierbar gewesen. Die Kosten von 38.000 US-Dollar, die für das Projekt benötigt wurden, hätte das Ministerium in dem extrem armen und gebeutelten Land im südlichen Afrika nicht tragen können. "Umso mehr freuen wir uns, dass wir das Projekt im Wesentlichen mit den Spenden eines Kempener Vereinsmitgliedes und mit viel Mühe und Herzblut umsetzen konnten", sagt Christiane Hamm. Seit diesem Jahr läuft nun das erste Schuljahr in dem neuen Gebäude für die rund 350 Kinder aus dem Dorf und der Umgebung.

Auch die Kempener Stadtwerke waren bei dem Projekt dabei. Die Kosten für die Wasserversorgung auf dem Schulgelände in Höhe von 3.000 Euro finanzierte das Kempener Versorgungsunternehmen. So stehen für die Kinder jetzt an vier Stellen Wasserhähne mit sauberem Trinkwasser zur Verfügung.

Erfreulich ist auch, dass die Schulkinder jetzt nicht nur regelmäßig lernen können, sondern auch regelmäßig zu essen bekommen. Angrenzend an das Schulgebäude entstand nämlich eine kleine Küche, in der die Kinder versorgt werden und einmal am Tag eine warme Mahlzeit bekommen. "Das ist in dem Land nicht selbstverständlich, in dem eine starke Mangelversorgung herrscht. Die Kinder sind in Charter Estate gut versorgt und gut ernährt", so Christiane Hamm.

Mit dem jetzt entstandenen Schulgebäude soll aber noch lange nicht Schluss sein. "Wir planen weitere Gebäude an der Schule und möchten die Menschen nachhaltig unterstützen. Unsere Vision sind vier Schulgebäude, eine Mensa und ein Schlaf- und Sanitärbereich", berichtete klärt Christiane Hamm, die vor einigen selber eine Patenschaft für das jetzt elfjährige Mädchen Felistas (deshalb auch der Vereinsname) Jahren übernommen hat. "Dafür brauchen wir noch reichlich Unterstützung, Spendengelder und Helfer."

Geschaffen haben Christiane und Rainer Hamm neben dem Schulgebäude auch schon einen neuen Obstgarten. Zusammen mit den Kindern pflanzten sie 20 neue Obstbäume (Avocados, Mangos, Guavas). Drei bis vier Kinder übernahmen dabei jeweils Patenschaften für die Bäume und kümmern sich um die Bewässerung und die Pflege.

Quelle: RP
 
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