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Stadt Kempen
Kempener Jugend äußern sich zum Thema Flüchtlinge

Stadt Kempen. Die Meinungen über Flüchtlinge gehen weit auseinander. Wie denken Kempener Jugendliche über das Thema? Maxima Pelk (13) von der Erich Kästner Realschule findet es nicht schlecht, dass auch an ihrer Schule aufgenommen wurden. Sie hofft, dass sie möglichst schnell Deutsch lernen und sich integrieren. "Das braucht natürlich Zeit und dafür habe ich auch Verständnis" sagt die 13-Jährige. Der 17-jährige Cedric Simon ist dagegen gespaltener Meinung. Einerseits hat er nichts dagegen und heißt alle Flüchtlinge willkommen, auf der anderen Seite fordert er, dass sich alle alle an die Gesetze halten. Uwe Hötter (59), Leiter der benachbarten Gesamtschule, erklärt, dass es wichtig sei, dass Menschen mit solch schweren Schicksalen in einem so reichen Land wie Deutschland gerade auch von den Schulen unterstützt werden. Momentan seien an seiner Schule noch keine Flüchtlinge, doch im Sommer kämen mindestens vier. Die sollen dann eine individuelle Unterstützung bekommen. "Manche bedanken sich sogar für die Hausaufgaben, das ist hierzulande wohl eher nicht üblich", erklärt er mit einem Schmunzeln. "Einmal saß ich mit einem Vater, der noch nicht gut Deutsch sprach, und seiner Tochter zusammen in meinem Büro und sie konnte zwischen uns dolmetschen, obwohl sie erst seit drei Monate in Deutschland lebt", so Hötter.

Die beiden jungen Flüchtlinge Mousa (16) und Maryam (13) Rajabi die auf die Erich Kästner Realschule gehen, haben sich gut eingelebt und sind mit der Schule sehr zufrieden. Nur die Sprache fällt ihnen noch schwer. Vor allem die 13-jährige Maryam hat noch große Probleme. Aber das wird schon werden.

(jb)
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