| 00.00 Uhr

Stadt Kempen
Kempener wollen Fußball-Halle eröffnen

Stadt Kempen: Kempener wollen Fußball-Halle eröffnen
Marco Leben (links) und Marvin Prießen warten darauf, dass sie ihre Fußball-Halle an der Kleinbahnstraße in Kempen eröffnen können. Noch fehlt ihnen die Baugenehmigung der Stadt Kempen. FOTO: Wolfgang Kaiser
Stadt Kempen. Marco Leben und Marvin Prießen warten seit Wochen auf die Genehmigung der Stadt, in einer ehemaligen Schlosserei und Kfz-Halle Indoor-Sport anbieten zu dürfen. Ein Kunstrasen liegt bereits. Die Eröffnung musste verschoben werden. Von Willi Schöfer

Schon gut, dass derzeit die Tropen-Hitze jeder zu schnellen Bewegung abträglich ist. Obwohl das Klima gestern in der ehemaligen Schlosserei und Kfz-Halle an der Kleinbahnstraße 53 in Kempen erträglich ist. Neben dem RP-Berichterstatter sind Marco Leben und Marvin Prießen gekommen. Die Drei sind die einzigen in der Indoor-Halle, in der eigentlich heute Fußball gespielt, Kraftsport betrieben oder geboxt werden sollte. Noch warten Leben und Prießen allerdings auf die Genehmigung der Stadt Kempen. Bereits vor Wochen hatten die Betreiber entsprechende Flyer verteilt und auch im Netz auf den Eröffnungstag 1. Juli hingewiesen. "Leider hat das Bauamt unseren am 18. Mai eingereichten Antrag auf Nutzungsänderung noch nicht genehmigt, mussten wir zuletzt noch die Parkplätze, die Rettungs- und Fluchtwege genau in die Pläne einarbeiten, dies haben wir erledigt", sagt Marco Leben. Die beiden Partner hoffen, dass in der nächsten Woche die Genehmigung erteilt wird. Zumal die Beiden bereits viel investiert haben und eine monatliche Miete von 1500 Euro an den Moerser Eigentümer zahlen müssen, außerdem die Nebenkosten. Im vergangenen Jahr hatten Leben und Prießen die Idee solch einer Indoor-Fußballhalle gehabt. "Wir wollen nicht immer zu McFit nach Krefeld fahren", erzählt der Mittdreißiger Kempener Leben. Der 18-jährige Marvin Prießen, dessen Vater nebenan einen Kfz-Meisterbetrieb hat, will nächstes Jahr am Rhein-Maas-Kolleg in Kempen sein Fach-Abitur machen. Die beiden Kempener kennen sich schon seit Längerem. Marco Leben ist gelernter Einzelhandelskaufmann, hat außerdem eine Bäckerlehre absolviert und arbeitet seit 2006 für das Kempener Sicherheitsunternehmen "Seguranca security solutions".

Die Sicherheitsfirma hat auch direkt angrenzend an die 35 mal 15 Meter große Indoor-Halle bereits einen Kraftsportraum. Das neue Fußballfeld mit einem Kunstrasen und einem Sand-Granulat-Gemisch ist etwa 24 mal 12,5 Meter groß. Die Netze sind auch oben an der mehr als sechseinhalb Meter hohen Hallendecke angebracht. Direkt daneben befindet sich das kleine Fitnesscenter mit etwa 20 Geräten, vom Laufband bis zum Crosstrainer - zumeist gebraucht gekauft. In einer Ecke hängen große Sandsäcke und es gibt ein mit Matten ausgelegtes Karree, in dem der Boxsport erlernt oder betrieben werden kann.

Die beiden Mieter haben alles drinnen wie draußen frisch gestrichen, auch bereits die ersten Sponsoren für die Bandenwerbung gefunden, darunter ein Tattoo-Studio und das Sicherheitsunternehmen Seguranca, bald kommt eine Fahrschule dazu. Insgesamt beziffert Marco Leben die Investitionen auf rund 20 000 Euro, wobei Kompagnon Marvin Prießen finanziell von seinen Eltern unterstützt wurde. Die Indoor-Halle hat darüber hinaus Umkleideräume, sanitäre Einrichtungen, Büro und einen kleinen Aufenthaltsraum.

Der Name des Fußball-, Fitness und Box-Centers steht schon mal an der Außenfassade dran: "Legend of Sport". Der Eigentümer hat mit den beiden Betreibern einen Mietvertrag zunächst für zwei Jahre abgeschlossen, mit einer Option bis 2018. Auch bei dem vereinfachten Bauantrag hat ihnen der Eigentümer geholfen. "Es müsste eigentlich alles klar sein, zumal uns auch die Feuerwehr ihr Okay gegeben hatte", meint Marco Leben. Die genauen Gründe, warum die Stadt über den Bauantrag noch nicht entschieden hat, waren trotz mehrmaliger Nachfrage beim Pressesprecher der Stadt Kempen, Christoph Dellmans, bis gestern nicht zu erfahren.

Quelle: RP
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Stadt Kempen: Kempener wollen Fußball-Halle eröffnen


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.