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Stadt Willich
Kindergärten: Workshop bringt viele Ansätze

Stadt Willich. Vier konkrete Beschlüsse, zwölf Prüfungsaufträge und Themen, die während der nächsten Sitzung des Jugendhilfeausschusses beraten werden sollen - das sind die Ergebnisse eines Planungsworkshops zur zukünftigen Struktur der Kindertageseinrichtung und der Tagespflege in Willich. Die Anregungen wurden jetzt während der Sitzung des Jugendhilfeausschusses (JHA) bearbeitet.

Die konkreten Beschlüsse: Der JHA unterstützt die Idee des katholischen Gemeindeverbandes, die Kita St. Raphael in Schiefbahn von drei auf vier Gruppen zu erweitern. Die Verwaltung soll die Planungen begleiten und dazu im Ausschuss berichten. Den freien Trägern wird zugesichert, dass sie keine eigenen Betriebskosten einbringen müssen, wenn sie ihr Angebot ausweiten. Die Stadt wird die Trägeranteile übernehmen. Die Tageseinrichtungen Bengdbruchstraße (Neersen) und Furthstraße (Anrath) weiten ihre Öffnungszeiten aus und bieten ab diesem Sommer auch Tagesstättenplätze an. Die Tageseinrichtungen Traumland und Villa Kunterbunt (beide Willich) werden dieses nach ihrem Umzug in den jeweiligen Neubau ebenfalls machen. Die Verwaltung soll mit der Elterninitiative des KiGa 84 (Anrath) sprechen, ob sie ebenfalls bereit ist solche Plätze anzubieten. Reservestellen für Erzieherinnen sollen in unbefristete Stellen umgewandelt werden, damit die Mitarbeiterinnen an die Stadt als Arbeitgeberin gebunden werden.

Eine grundsätzliche Aussage aus dem Workshop ist die Auffassung, dass Einrichtungen nicht mehr zeitgemäß sind, die lediglich das früher gängige Blockangebot (7 bis 14 Uhr) vorhalten. Daraus folgten die oben genannten Ansätze für längere Öffnungszeiten mehrerer Einrichtungen.

Zu den Prüfaufträgen gehören Möglichkeiten für mehr Großtagespflegestellen: generell in Neubauten und konkret schon bald in Anrath, Schiefbahn und Neersen. Diese Großtagespflegestellen sollten dort an einen Kindergarten angebunden sein und möglichst vom gleichen Träger geführt werden.

Außerdem soll auf Überbelegungen bestehender Gruppen verzichtet beziehungsweise bestehende Überbelegungen abgebaut werden. Bei allen Erweiterungen oder Anbauten soll die Verwaltung prüfen, ob temporäre Bauten und flexible Nutzungen möglich sind.

Ob es eine zusätzliche Tageseinrichtung mit Öffnungszeiten von 7 bis 18 Uhr geben soll, wird erst entschieden, wenn das neue Kinderbildungsgesetz bekannt und verabschiedet ist.

Auf die Tagesordnung der JHA-Sitzung im März wird unter anderem ein Bericht über den Verfahrensstand des Bebauungsplanes "Reinershof" in Willich und die Möglichkeit eines Mehrgenerationenhauses inklusive eines Neubaus für die Kita "Villa Kunterbunt" kommen. Außerdem soll die Verwaltung eine Perspektive für die Kita Bullerbü (Willich) vorlegen.

(djm)
 
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