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Tönisvorst
Kinderpornografie: Tönisvorster bestraft

Tönisvorst. Rund 30 000 Dateien mit kinderpornografischem Inhalt hatte ein Mann aus Tönisvorst auf seinen Computern abgespeichert. Das Krefelder Schöffengericht verurteilte den Familienvater gestern zu anderthalb Jahren Haft auf Bewährung und zu einer Geldstrafe von 2000 Euro.

Der Mann hatte die Taten zugegeben. Die Bilder und Videos zeigen Mädchen, deutlich unter 14 Jahren, teilweise Kleinstkinder und Säuglinge, beim Sexualverkehr, führte die Staatsanwältin aus. Der Richter sprach von "sehr abstoßenden Bildern" in erheblicher Menge.

Die Ermittlungen gegen den 41-Jährigen kam durch einen Hinweis aus Italien an deutsche Polizeibehörden in Gang. Nach eigenen Angaben hatte er mindestens fünf Jahre lang Dateien gesammelt. Als Pädophiler wollte er sich allerdings nicht bezeichnen. An sexuellen Kontakten zu Kindern habe er kein Interesse. Die Mischung aus Interessantem und Verbotenem habe ihn allerdings gereizt. Davon sei er inzwischen aber geheilt.

Vor vielen Jahren sei er auf der Suche nach technischen Anleitungen im Internet an die pornografischen Bilder gekommen. Danach habe ihn der Reiz des Verbotenen aber auch eigenes Interesse auf die gezielte Suche geführt. Mit einer Minikamera hatte der Angeklagte außerdem Freundinnen seiner eigenen Kinder und Nachbarskinder auf der Toilette gefilmt.

Zu seinen Gunsten sprach, so das Gericht, dass er inzwischen freiwillig eine Psychotherapie gemacht habe. Die Staatsanwältin hatte – im Vergleich zum späteren Urteil – eine um zwei Monate höhere Bewährungsstrafe und 3000 Euro Geldstrafe gefordert. Das Gericht glaubte dem Angeklagten allerdings, dass er die Taten bereut. Das Urteil ist bereits rechtskräftig.

Quelle: RP
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