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Stadt Willich
Kirchenleitung besuchte auch das Begegnungszentrum Krumm

Stadt Willich: Kirchenleitung besuchte auch das Begegnungszentrum Krumm
Bei ihrer Visite im Kirchenkreis Krefeld-Viersen war die Kirchenleitung auch im Begegnungszentrum Krumm zu Gast. FOTO: Ev. Kirchenkreis Krefeld-Viersen
Stadt Willich. Zwei halbe Tage lang war die Rheinische Kirchenleitung im Kirchenkreis Krefeld-Viersen unterwegs. "Wir haben die Arbeit in den Gemeinden und Arbeitsbereichen gelobt", resümierte Präses Manfred Rekowski am Ende der Visite, die auch nach St. Tönis, wo es ein Gespräch über die "Gemeindearbeit für alle Generationen" ging, und nach Willich führte. Visiten sind in der Evangelischen Kirche im Rheinland turnusgemäß stattfindende Besuche und Gespräche, mit denen die Gemeinschaft zwischen Kirchengemeinden, Kirchenkreisen und Leitung der Evangelischen Landeskirche gestärkt werden soll. Dabei sollen sie den Charakter der Beratung haben, aber auch der "Leitung und Aufsicht" dienen, wie es in der rheinischen Visitationsordnung heißt.

Der Samstag startete mit einem "Gespräch vor Ort" im Begegnungszentrum Krumm in Wekeln. Dieses wurde vor 15 Jahren in gemeinsamer Trägerschaft der evangelischen Emmaus-Kirchengemeinde und der Caritas gegründet. Dort findet sogenannte Gemeinwesenarbeit statt. Etwa 700 Personen besuchen das Krumm pro Woche und nutzen die unterschiedlichen Angebote - von Yoga über Krabbelgruppen und Sprachkurse bis zum Café International. Und was es noch nicht gibt, kann selbst angeboten werden, denn das Motto des Krumm lautet "Komm Rein und Mach Mit". Menschen aus der Umgebung können dort mit Unterstützung zweier Hauptamtlicher selbstverantwortlich Angebote gestalten. "Das Zentrum ist eine absolute Erfolgsgeschichte", erklärt Pfarrer Joachim Schuler. Das funktioniere nur, wenn eine Kommune offen sei für Zusammenarbeit und die Kirchengemeinde ihre Kompetenz und ihr Engagement mit einbringe. So habe die Emmaus-Kirchengemeinde im Jahr 2015 auch die Trägerschaft für die Begegnungsstätte und die Netzwerkarbeit in Neersen übernommen. Dort wird Quartiersarbeit aufgebaut, und auch hier wird das Angebot unterstützt, eigenverantwortlich etwas zu machen.

"Es gelingt Ihnen hier vorzüglich, viele Menschen anzusprechen mit wenig Ressourceneinsatz", meinte Vizepräsident Johann Weusmann. Er sei beeindruckt von dem, was er in Willich erlebt habe. Hier erlebe man christliche Gemeinschaft in einer Bürgergemeinde. "Sie sind bei den Menschen", resümierte Weusmann. "Kirche, die nicht bei den Menschen ist, kann ich mir gar nicht vorstellen."

Der Evangelische Kirchenkreis Krefeld-Viersen erstreckt sich auf knapp 740 Quadratkilometern von Nettetal im Westen bis Krefeld im Osten und von Meerbusch im Süden bis Straelen im Norden. Ihm gehören etwa 103.000 evangelische Christinnen und Christen an. Die Kreissynode ist das Leitungsgremium des Kirchenkreises. Ihm stehen Kreissynodalvorstand und - an seiner Spitze - der Superintendent vor.

(msc)
 
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