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Stadt Kempen
Klassik und Folk aus dem Maghreb

Stadt Kempen. Der Name "Gharbain" bedeutet wörtlich "die zwei Westen" und meint damit zum einen die geographische Lage Marokkos als das westlichste Land Nordafrikas und zum anderen das muslimische Andalusien des Mittelalters, wo der berühmte Musiker Ziryab (789-857) die lange Tradition der arabo-andalusischen Musik begründete. Aus eben dieser Tradition bezieht das Trio Gharbain sein Repertoire, doch gehören darüber hinaus auch Stücke der städtisch geprägten Volksmusik "Chaabi" oder die arabische Tanzmusik "Aita" zum Programm. Das Ensemble Gharbain kommt am Mittwoch, 24. Januar, nach Kempen und gibt ab 20 Uhr in der Paterskirche ein Konzert. Es findet in der Reihe "Klangkosmos Weltmusik in NRW" in Zusammenarbeit mit dem Kultursekretariat NRW Gütersloh statt.

Das Ensemble besteht aus drei Musikern aus Marokko und Frankreich: Abdalatef Bouzbiba, Gesang, Violine, Rabab, Thomas Loopuyt, Oud, Lothar, und Nordine Boussetta, Darbuka, Bendir, Tar. Thomas Loopuyt wurde in Fès in eine Familie von reisenden Künstlern geboren und lernte das Oud-Spiel von seinem Vater Marc Loopuyt. Er perfektionierte sein Spiel zudem auf vielen Auslandsreisen bei Meistern in der Türkei und im Nahen Osten. Abdalatef Bouzbiba wurde in Narbonne geboren; seine Familie stammt aus Fès. Als Autodidakt brachte er sich das Spielen von Violine, Viola, Trommeln, Nay (Rohrflöte) und Ghaita (Oboe) selbst bei. Nordine Boussetta lernte nach anfänglichem Unterricht bei seinem Onkel auch bei den Darbuka-Meistern Mustapha Antari und Hakan Kaya sowie dem Riq-Spieler Emin Bolat.

Quelle: RP
 
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