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Stadt Willich
Königspaar zeigt exzellente Haltung

Stadt Willich: Königspaar zeigt exzellente Haltung
Samstagabend fand auf dem Minoritenplatz in Neersen eine große Parade der Schützen statt. FOTO: Kaiser
Stadt Willich. Die St.-Sebastianus-Bruderschaft Neersen feiert ihr traditionelles Schützen- und Heimatfest. Im Mittelpunkt steht das Königshaus um Jürgen und Sabine Leipertz. Die Umzüge litten etwas unter dem unsicheren Wetter. Von Willi Schöfer

Das Brauchtum lebe hoch. So derzeit bei der St.-Sebastianus- Bruderschaft in Neersen, die ihr beliebtes Heimatfest feiert. Hochleben ließen etwa 300 Zuschauer auch die deutsche Fußball-Nationalmannschaft, nachdem im Festzelt das dramatische Elfmeterschießen beendet war. In der Halbzeitpause schafften die Majestäten Jürgen und Sabine Leipertz bei exzellenten Haltungsnoten ihre vier Königstänze. "Bisher lief alles rund herum optimal", sagte am gestrigen Morgen beim musikalischen Frühschoppen der 61-jährige Schützenkönig Jürgen Leipertz. Er ist ein Brauchtumspfleger der besten Kategorie, war übrigens auch schon zweimal ein Karnevalsprinz. Ihm zur Seite stehen die Minister Bernd Gerring und Rolf Thelen mit ihren Frauen Claire und Andrea sowie das Königsoffizierspaar Ralf und Gabi Scheuffgen.

Einmal mehr ließen sich zum Fest auch Schützen anderer Gesellschaften und Bruderschaften aus der Stadt Willich blicken und feierten mit. Die rund 200 aktiven Sebastianer, darunter die Schwarzröcke, die Neersener Jongens oder die "Lues-Jäger", waren natürlich die wichtigsten Akteure.

Gestern wurden im Festzelt langjährige und verdiente Schützen geehrt. FOTO: Kaiser Wolfgang

Die Jugend ist bei der Neersener Bruderschaft immer mit dabei. So wurde, als gestern etwa 200 Gäste auf der Tribüne der Schlossfestspiele den Gottesdienst mit der Altarparade erlebten, die Jugend bei den Fürbitten eingebunden, fragte beispielsweise, in welcher Weise sich jeder in die Gemeinschaft einbringen könnte. Oder da wollte Kinderkönigin Helena Busch (11) mit ihrer 19-jährigen Schwester Valeska wissen: "Wer hat Freunde, die er schon lange nicht mehr gesehen hat?" Einige Hände gingen nach oben.

Weiße und dunkle Wolken begleiteten auch in Neersen das Fest. Da war das Festzelt schon ein sicherer Unterschlupf. Einmal mehr hatte Walter Schmitz für die Kulisse mit einigen Neersener Wahrzeichen gesorgt. Unter den vielen Freunden war unter anderem der 80-jährige Manfred Gumbinger, der 35 Jahre lang Brudermeister und Präsident der Sebastianer war. Er wurde jetzt für seine 50-jährige Zugehörigkeit zu dieser verschworenen Gemeinschaft geehrt. Ebenfalls seit einem halben Jahrhundert macht die Generalität und die Formation "Gut Schluck" mit. Der jetzige Präsident Robert Brintrup nahm weitere Auszeichnungen vor. So ernannte er Helmut Wimmer und Günter Wilms zu Ehrenmitgliedern. Über das Silberne Verdienstkreuz freuten sich Simon Höpfner, Daniel Miertz und Jürgen Stelzer.

Das Schützenfest war bereits am Freitag bestens gestartet. Schon traditionell hatte es im Innenhof des Schlosses den eintrittsfreien Serenadenabend gegeben, mit "IMTAKT Willicher Singkreis", Anrather Frauenchor, dem a-capella-Chor "The Harmoniks" und mit dem Posaunenchor der Emmaus-Kirchengemeinde. Danach ließen sich etwa 500 Besucher im Festzelt das Spiel der Coverband "Booster" nicht entgehen. An den Abenden danach sorgte "California Blue" für die Stimmung im Zelt.

Die jungen Fahnenschwenker gehörten genauso dazu wie die Veteranen. Die Reihen präsentierten sich bei den Umzügen und Paraden sehr geordnet. Aus der Reihe fiel eigentlich nur Kai Strombach. Beim nicht so ernst gemeinten Kleiderappell fiel Alexander Schaath von der Generalität der Schütze der "Jungen Jäger" auf, der sich mit verschiedenen Socken, offenem Hemd und falsch gebundener Krawatte präsentierte. Als "besondere Auszeichnung" bekam Strombach den "Schweineorden" überreicht. Und Kinderkönigin Helena Busch, die sich als Prinzgemahl den zwölfjährigen Jan Scheuner ausgesucht hatte, meinte auf die Frage, ob Jan ihr bester Freund sei: "Eigentlich ja, denn wir sitzen immer auf dem Weg zur Schule nebeneinander im Bus."

Quelle: RP
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