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Stadt Willich
Konkrete Ideen für das Brauereigelände

Stadt Willich. Eine 13-köpfige Jury aus Politikern und Fachleuten hat aus zwölf Ideen einen Siegerentwurf gekürt. Dieser ist die Basis für die weiteren Planungen. So soll die Innenstadt attraktiver werden. Dazu gehört auch die Sanierung des großen Kreisverkehrs. Von Marc Schütz

In einigen Jahren wird das Gelände, auf dem sich der Rewe-Markt mit großem Parkplatz, das Verwaltungsgebäude der Stadtwerke und die Brauerei-Passage befinden, nicht wiederzuerkennen sein. "Es geht voran in Willich", freut sich der Planungsausschussvorsitzende Christian Pakusch. Er war einer der 13 Preisrichter, die im Rahmen des städtebaulichen Wettbewerbs zur Überarbeitung des Brauereigeländes am Mittwoch unter der Leitung von Prof. Rolf Egon Westerheide, Architekt und Stadtplaner aus Aachen, einen Siegerentwurf kürten. Details werden der Öffentlichkeit zwar erst in der kommenden Woche präsentiert, doch Pakusch ist überzeugt, dass der Siegerentwurf in der Politik und bei den Bürgern Anklang finden wird: "Der Entwurf, der sich am Ende durchgesetzt hat, hat mir bereits beim ersten Rundgang am besten gefallen", so Pakusch.

Zwölf Planungsbüros hatten anonym Entwürfe eingereicht und unterschiedliche Vorschläge gemacht, wie man das momentan eher triste Gelände umgestalten könnte. Keinen Spielraum gab es allerdings, was den Parkplatz angeht: 180 ebenerdige Stellplätze müssen erhalten bleiben. Zudem wird der Umbau in mehreren Abschnitten erfolgen müssen, damit der Betrieb bei Rewe nicht gestört wird. Dennoch wird das Gelände, wenn alles fertig ist, ein komplett neues Gesicht haben. "Wir sprechen hier durchaus auch über Abriss", sagt Pakusch. Denn zu dem Areal gehören auch das Gebäude, in dem die Stadtwerke sitzen und das der Stadt gehört, und die Brauerei-Passage. Auch deren Eigentümer Christian Paschertz war einer der Preisrichter. Er hatte schon vor Monaten, als das Rewe-Gebäude von einem Investor gekauft wurde, signalisiert, dass er bereit sei, die Passage umzugestalten, wenn es hierfür einen überzeugenden Entwurf gebe.

Es geht um Wohnungen und weitere Gewerbeflächen auf einem der Filet-Grundstücke in der Willicher Innenstadt. "Dabei hatten die Preisrichter durchaus auch das Krankenhaus-Gelände im Blick", sagt Pakusch, der die Innenstadt als Gesamtkonzept sieht. Zuerst wurde der Kaiserplatz umgestaltet, jetzt folgt der Marktplatz, der erste Schritt in Sachen Brauerei-Gelände ist gemacht, und demnächst folgt ein ähnliches Verfahren zum Krankenhaus-Gelände, das zum Ende dieses Jahres in den Besitz der städtischen Grundstücksgesellschaft übergehen wird. Bis auf dem Brauerei-Gelände die Bagger anrollen, wird allerdings noch einige Zeit vergehen. Die Pläne müssen konkretisiert werden, es folgen Gespräche mit den Eigentümern, Baurecht muss geschaffen werden. "Das wird mehrere Jahre dauern", sagt Pakusch.

Ein Baustein, um die Willicher Innenstadt zu beleben, wird auch das Umdrehen der Einbahnstraße Bahnstraße vom großen Kreisverkehr aus sein. Dann kann man direkt vom Kreisel aus die City erreichen - gerade für Ortsfremde eine Erleichterung. Dies wird bereits in den Sommerferien geschehen, wenn der Kreisverkehr selbst saniert wird. Pläne, wie das vonstattengehen wird, gibt es bereits: In der ersten Phase wird der Verkehr in beiden Richtungen durch den östlichen Teil des Kreisverkehrs geführt, wobei die Ausfahrt in Richtung Parkstraße weiterhin möglich bleibt. Die östliche Zufahrt von der Parkstraße aus wird jedoch unterbunden. In dieser Bauphase wird auch die Fahrtrichtung auf der Bahnstraße umgedreht.

In Bauphase zwei wird der Verkehr über den westlichen und damit bereits sanierten Teil geführt. Auch dann wird eine Ausfahrt auf die Bahnstraße möglich sein, die Einfahrt aus dieser Richtung jedoch nicht. Neben der Erneuerung der Haltestellen wird auch der Süd-Ost-Arm der Bahnstraße umgebaut sowie der Bypass mit Anbindung an die Korschenbroicher Straße hergestellt.

Problematisch ist während der Umbauphase die Zu- und Abfahrt zur Rettungswache. Daher wird der Bau einer temporären Zufahrt aus Richtung Parkstraße notwendig, damit die mit eigenen Autos einrückenden Feuerwehrleute zur Wache gelangen können. Die temporäre Baustraße wird an den vorhandenen Wirtschaftsweg Parkstraße angebunden. Die Kosten für die Umdrehung der Bahnstraße und die provisorische Zufahrt der Feuerwehr betragen rund 150.000 Euro, die die Stadt Willich bezahlt. Den Umbau des Kreisverkehrs zahlt der Landesbetrieb Straßen.NRW.

Quelle: RP
 
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