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Stadt Willich
Kraterlandschaft statt Orpheum

Stadt Willich: Kraterlandschaft statt Orpheum
Die Feuerwehrleute haben sich inzwischen an die entscheidende Änderung der neuen Wache schon gewöhnt. Sie müssen nämlich jetzt anders herum ausfahren. FOTO: Achim Hüskes
Stadt Willich. Mit großen Schritten schreitet der Neubau der Feuer- und Rettungswache Anrath voran. Aktuell laufen die Arbeiten für die Sondierungsbohrungen. Von Bianca Treffer

Das Feuerwehrgerätehaus in Anrath mutet derzeit ein wenig futuristisch an. Wo noch bis vor Kurzem das Orpheum stand und sich ein Parkplatz befand, ist eine Kraterlandschaft entstanden, in der kleine, gelb markierte Stifte stecken und größere graue Kunststoffrohre. Inmitten der einstigen Asphalt- und Bodenfläche steht der Verursacher der Kunststoffrohre - in Form eines Lkw mit einem mehrere Meter langen Bohrer. "Eine Spezialfirma führt gerade die Sondierungsbohrungen für den Kampfmittelbeseitigungsdienst durch, der das Gelände nach Altlasten aus dem Zweiten Weltkrieg untersucht. Dabei wird eine Sonde durch die Rohre in den Boden gelassen, die auf metallische Gegenstände reagiert", erklärt Michael Knauf, der stellvertretende Löschzugführer Anrath und stellvertretender Leiter der Feuerwehr Willich.

Diese Sondierungsbohrungen befinden sich kurz neben den gelben Stiften, die wiederum markieren, wo die zukünftigen Betonbohrungen für das Fundament hinkommen, die sogenannten Pfahlgründungen. Erst wenn der Kampfmittelbeseitigungsdienst grünes Licht gibt, kann es mit dem Fundament für die neue Feuer- und Rettungswache weitergehen.

Die Feuerwehrleute selbst haben sich an die alles entscheidende Änderung der neuen Wache schon gewöhnt. Sie müssen nämlich jetzt anderes herum ausfahren. Ging es bis vor Kurzem noch in Richtung Schottelstraße zum Einsatz, so führt der Weg jetzt über die Fadheider Straße. "Wir hatten schon einige Einsätze seit der Änderung der Ausfahrt, und die Kollegen waren alle sehr gut auf die neue Richtung eingestellt. Allerdings haben einige bei den ersten Rückfahrten nicht daran gedacht, dass es nun auch anders herum reingeht", verrät Löschzugführer Stefan Koy lächelnd.

Es sei schon eine gewisse Umstellung, wenn man über 20 Jahre lang anders herum herausgefahren sei, schließt sich Knauf an. In der Fahrzeughalle finden die Feuerwehrleute indes alles gespiegelt vor. Die Schränke stehen jetzt an der anderen Seite, und natürlich sind auch die Absauganlagen schon entsprechend umgebaut worden. Eine große Sorge, die die Mitglieder des Löschzuges vorab beschäftigt hatte, war das Parken. Doch auch dies konnte gelöst werden: Ein Teil der Asphaltfläche des ehemaligen Parkplatzes an der Schottelstraße ist samt Zufahrt erhalten geblieben, und dort haben die Frauen und Männer des Löschzuges die Möglichkeit, bei einem Einsatz oder Übungen zu parken. "Das gesamte Gelände ist zwar mit einem Bauzaun eingefasst, aber der Erste, der ankommt, öffnet den Zaun, sodass alle nachfolgenden Löschzugmitglieder direkt parken können", erklärt Knauf.

Von dort geht es quer über die Baustelle zur Fahrzeughalle. Wenn mit dem eigentlichen Bau begonnen wird, erhalten die Feuerwehrleute einen kleinen Fußweg, der um die Baustelle herum führt. Später werden die Feuerwehr und der Rettungsdienst auf eine Parkfläche von 40 Stellplätzen zurückgreifen können. "Aktuell läuft alles wirklich reibungslos ab, und wir freuen uns schon auf die neue Feuer- und Rettungswache", sagt Koy.

Quelle: RP
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