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Stadt Willich
Kreis prüft Bauvorhaben Niersweg

Stadt Willich. Die Kreisverwaltung prüft nach Angaben ihres Technischen Dezernenten Andreas Budde Pläne der Stadt Willich, eine Flüchtlingsunterkunft am Niersweg in Neersen zu errichten. Das Vorhaben ist bei Anwohnern sehr umstritten.

Etwa 40 Willicher Bürger verfolgten jetzt die Beratungen im Landschaftsbeirat des Kreises, die der Bund für Umwelt- und Naturschutz (Bund) angeregt hatte. Der Bund hatte in einem Schreiben an Landrat Andreas Coenen kritisiert, dass das Gelände am Niersweg in einem Landschaftsschutzgebiet liege.

"Wir haben keinen Zweifel an der Schutzbedürftigkeit der Flüchtlinge und unterstützen Pläne, Wohnraum für sie zu schaffen. Wir sind aber der Meinung, dass in Willich nach Alternativen gesucht werden muss", erklärte Meister. Der Bund wehre sich aus Naturschutz gegen den Standort. Er hege außerdem die Befürchtung, dass die Stadt Willich die zunächst zeitlich begrenzte Unterbringung von Flüchtlingen am Niersweg nutzt, um dort anschließend regulären Wohnungsbau zu verwirklichen.

Andreas Budde berichtete im Beirat, dass der sehr umfangreiche naturschutzrechtliche Antrag der Stadt Willich erst am Morgen der Sitzung beim Kreis eingetroffen sei und nun sorgfältig geprüft werde. Baurechtlich dürfe die Stadt Willich selbst entscheiden, der Kreis habe nur Einfluss über das Naturschutzrecht. Er müsste eine Befreiung aussprechen, um das Vorhaben zu genehmigen.

(lp)
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