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Stadt Willich
Kulturfest vor dem Ramadan

Stadt Willich. Sie leben teilweise schon in der dritten Generation in Willich - türkische Mitbürger, die sich in der muslimischen Gemeinschaft Milli Görüs zusammen geschlossen haben. Etwa 180 sind es derzeit. Da am 10. Juni der Fastenmonat Ramadan beginnt, wurde am Wochenende mit der nichtmuslimischen Bevölkerung ein Kulturfest gefeiert. "Die Resonanz war bisher sehr gut", sagte am Samstag der neue Vorsitzende der islamischen Gemeinschaft, Kerim Isik.

Gerade rollten türkische Frauen Fladenbrot aus, standen unter anderem Yasein Sentürk oder Serpil Bilgim am türkischen Buffet oder bereiteten sich die jungen Mädchen, so Isik, Aydin und Akarca, auf ihren Folkloretanz vor. Zahlreiche deutsche Besucher kamen wie einige Flüchtlinge vorbei, informierten sich, nahmen an Führungen durch die Moschee teil, sahen den tanzenden "Derwischen" zu oder kauften am Stand der jungen Damen Bücher oder Schmuck.

Die Führungen durch das Bethaus übernahm Imam Hüseyin Yilmaz. Draußen auf dem kleinen Festplatz flatterten deutsche und türkische Flaggen im Wind. Der neue Vorsitzende, der seit langem die deutsch-türkische Union anführt, informierte außerdem alle Interessenten. Er sagte, dass es eine der Hauptaufgaben seiner Gemeinschaft sei, mit Angeboten die eigenen Jugendlichen von der Straße zu holen, sie nicht in die Hände von Hasspredigern fallen zu lassen. Und auf die Behauptung des AfD, der Islam gehöre nicht zu Deutschland, sagte Isik nur: "Natürlich tut er das, denn viele Muslime leben seit 50 Jahren hier, sind hier geboren und aufgewachsen." Die Gemeinschaft hat weiteres vor, will wahrscheinlich 2017 den freien Platz zwischen den beiden Häusern an der Bahnstraße befestigen, einen Kinderspielplatz bauen und im Nebenhaus eine große Cafeteria mit seinem Jugendraum errichten.

(schö)
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