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Stadt Willich
Leprahilfe freut sich über steigende Spenden

Stadt Willich. Aus kleinsten Anfängen war 1963 auf Initiative des damaligen Schiefbahner Kaplans August Peters das Leprahilfswerk gegründet worden. Daraus entstand die "Aktion Mission und Leprahilfe". Eine Institution, die nach wie vor über das ganze Jahr verteilt die gehandicapten Menschen in den Entwicklungsländern unterstützt, ihnen neben der Bekämpfung ihrer Krankheit eine Lebensgrundlage gibt. Dafür arbeiten bundesweit in nahezu 250 Gruppen rund 2000 ehrenamtliche Helfer. Jetzt traf man sich zur Jahreshauptversammlung in der Schiefbahner Kulturhalle.

Seit vielen Jahren ist Willichs Bürgermeister Josef Heyes der Vorsitzende dieses Hilfswerks, das in den vergangenen Jahren wie auch andere karitative Unternehmen Probleme hatte, die vielen Projekte in gewohnter Weise zu bezuschussen. Denn die Einnahmen sanken. Umso erfreuter zeigte sich Heyes jetzt, dass es wieder ein wenig aufwärtsgegangen war. So waren im Vergleich zu 2016 die Einnahmen um rund 17 Prozent gestiegen. 2017 kamen insgesamt 213.724 Euro zusammen. Davon wurden für die vielfältigsten Projekte rund 163.000 Euro ausgegeben. Heyes bedankte sich bei allen Aktivposten, stellte vor allem das Engagement der hauptamtlichen Kraft in der Schiefbahner Zentrale, Anja Tams, heraus.

Zu den Unterstützern gehört unter anderem das Lise-Meitner-Gymnasium in Anrath. Sigrid Stegemerten, die dort unterrichtet und zugleich die stellvertretende Vorsitzende der Aktion ist, führte aus, dass längst nicht alle Anträge unterstützt werden konnten. Selbst junge Schüler des Anrather Gymnasiums hatten zuletzt eine Projektauswahl getroffen und in den ärmeren Ländern als Hilfe zur Selbsthilfe beispielsweise eine Sonnenblumen- und Tomatenaufzucht möglich gemacht.

Wie bisher wurden wieder reine Lepra-Projekte gefördert. So erhielt Dr. Rémy Rousselot für seine 50-Betten-Klinik im ostindischen Bhubaneswar 52.500 Euro. Der Arzt hatte dort im Vorjahr mit seinem Team wieder mehr als 600 Operationen durchgeführt, seit 1986 sind dies nahezu 15.000 operative Eingriffe. Unter anderem konnten ferner durch Brunnenbauten und weitergehende Maßnahmen die Trinkwasserversorgung und die Hygiene in verschiedenen Dörfern in Uganda, Äthiopien und Tansania verbessert werden. Aber auch kleine Gesundheitszentren und Hospitäler in Kenia, Indien, Simbabwe und Südsudan profitierten.

Unter den Vorstandsmitgliedern war der geistliche Leiter der Aktion, Bruder Peter Amendt (Düseldorf). Amendt zeigte einen Film über die ärmlichen Lebensverhältnisse in Äthiopien. In der Pause unterhielten die Chorgemeinschaft MGV Cäcilia Schiefbahn und der Männerchor Lank-Latum. Noch der Appell von Sigrid Stegemerten an die noch Unentschlossenen: "Erzählen Sie von unserer Arbeit, stiften sie die Menschen an, sich ebenfalls bei uns einzubringen."

Näheres erfährt man im Internet unter www.leprahilfe-schiefbahn.de

(schö)
 
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