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Stadt Willich
Letzter Baustein für das lokale Netzwerk

Stadt Willich: Letzter Baustein für das lokale Netzwerk
Anette Horst (links) und Monika Dax brachten im Neersener Wahlefeldsaal die Akteure des Netzwerks zusammen. FOTO: Wolfgang Kaiser
Stadt Willich. Das lokale Netzwerk "Sicherung der Teilhabe an Bildung und Gesundheit" in Willich ist auf den Weg gebracht. Gemeinsam mit vielen Akteuren fand jetzt die Auftaktveranstaltung in Neersen statt. Von Bianca Treffer

Anette Horst und Monika Dax ist die Begeisterung am Gesicht abzulesen. "Es war eine gelungene Auftaktveranstaltung, auf der wir nun weiter aufbauen können", freuen sich Horst vom Geschäftsbereich Jugend und Soziales der Stadt Willich sowie Dax vom Caritasverband für die Region Kempen-Viersen. Die beiden sind die Koordinatorinnen für das lokale Netzwerk "Sicherung der Teilhabe an Bildung und Gesundheit in Willich".

Nachdem im Oktober 2013 mit dem Aufbau des Netzwerkes "Frühe Hilfen" ein erster Baustein für Familien mit Kindern bis drei Jahren gelegt wurde, folgte jetzt der zweite. Die verschiedenen Akteure aus den unterschiedlichsten Bereichen, die allesamt mit Kindern und Jugendlichen in Berührung kommen, hatten sich im Neersener Wahlefeldsaal eingefunden. Die Agentur für Arbeit, Schulsozialarbeiter, diverse Beratungsstellen, Caritas, Stadt, Leitungen von Kitas, Grundschulen und weiterführenden Schulen sowie die allgemeinen sozialen Dienste lauschten den Ausführungen von Horst, die das Projekt vorstellte. "Im Prinzip ging es heute darum, dass sich alle Akteure kennenlernen und jeder weiß, wer mit zum lokalen Netzwerk gehört und welche Hilfen von wem angeboten werden", sagt Dax.

Neben einem Einstiegsreferat stand ein erster fachlicher Austausch zu konkreten Fragestellungen in Arbeitsgruppen an. Mit dem zweiten Baustein ist nun die Entwicklung junger Menschen bis zur Volljährigkeit eingeschlossen. Damit ist die Präventionskette von der Schwangerschaft über die Geburt bis ins hohe Alter geschlossen. Unter dem Dach "Leben und Altern in Willich" gruppieren sich jetzt alle Netzwerke, einschließlich der Seniorenarbeit.

"Unser Ziel ist es, den zweiten Baustein genauso bekannt zu machen, wie den ersten", sagt Horst. Schließlich sollen nicht nur die Netzwerker selbst die vorhandenen Hilfsmöglichkeiten kennen, sondern auch die Bürger. "Wir werden, wie mit den Frühen Hilfen, bei Kinder- und Stadtfesten präsent sein und unsere Arbeit vorstellen", informiert Dax. Ganz wichtig: Es ist kein Projekt ins Leben gerufen worden, das sich an einer Bedürftigkeit orientiert, sondern es geht darum, allen Willichern Teilhabe bieten zu können. Die Angebote sind nicht auf bestimmte Personengruppen konzentriert. Kinder und Jugendliche in jedem Alter sollen fördernde und unterstützende Bedingungen geboten werden, damit allen die gleichen Chancen auf Bildung, Kultur, soziale Aktivitäten und eine gesunde Entwicklung ermöglicht werden können.

Es existieren bereits vielfältige Angebote in Willich, die das neue lokale Netzwerk ausbauen und bekannter machen möchte. Aktuell hat sich eine Steuerungsgruppe gebildet, die schaut, wo Berührungspunkte der verschiedenen Partner sind und wie man für die Vielfalt der Angebote sensibilisieren kann. Die gesamte Aktion entspringt der Landesinitiative, Netzwerke zur Teilhabe und gegen Kinderarmut zu etablieren. "Wir erhalten in Willich für einen Zeitrahmen von drei Jahren eine Förderung von 32.000 Euro", informiert Horst. Willich ist dabei Teil einer wissenschaftlichen Studie, die vom Landesjugendamt koordiniert wird.

Wichtig ist allen Partnern, die Angebote niedrigschwellig zu gestalten, damit keine Hemmschwellen entstehen, diese zu nutzen. Mit der Auftaktveranstaltung wurde alles auf den Weg gebracht, der nun gemeinsam beschritten werden soll.

Quelle: RP
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