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Stadt Willich
Markt: Vier Büros machen Wettbewerb mit

Stadt Willich: Markt: Vier Büros machen Wettbewerb mit
Der Willicher Markt vom Kirchturm aus gesehen. Anfang Mai beginnt der Gestaltungswettbewerb, bei dem vier Planungsbüros aus Bonn, Duisburg, Krefeld und Essen den zentralen Platz in Willich in den Blick nehmen. FOTO: ARCHIV
Stadt Willich. Die Gestaltung der Willicher Innenstadt und Verkehrssicherheit - das waren die beiden größeren Themen in der jüngsten Sitzung des Willicher Planungsausschusses. Der Gestaltungswettbewerb Willicher Markt beginnt am 4. Mai. Von Nadia Joppen

An der Kreuzung Schottel- und Fadheider Straße (Anrath) wird ein Mini-Kreisel mit Fußgängerüberwegen ähnlich dem Mini-Kreisel an der Kreuzung Schottelstraße und Anrather Markt gebaut. Damit soll dieser Bereich vor allem für die zahlreichen Schulkinder sicherer werden. Eine zusätzliche Abbiegespur - die ursprünglich angedacht war - lässt sich nicht realisieren, der Platz reicht dafür nicht aus. Der Mini-Kreisel hat einen Durchmesser von 18 Metern und ist so gebaut, dass größere Fahrzeuge wie Gelenkbusse oder Sattelschlepper ihn problemlos überfahren können. Diese Planung ist mit Feuerwehr und Rettungsdienst abgesprochen.

Die Verwaltung rechnet damit, dass die neue Planung nur 200 000 Euro kosten wird - im Haushalt 2015 sind eigentlich für dieses Projekt 450 000 Euro veranschlagt. Bei der günstigeren Lösung spielt Willich in die Hände, dass der Mini-Kreisel weniger Platz benötigt, ebenso die Tatsache, dass die Fadheider Straße eine Kreisstraße und somit der Kreis Viersen an der Baumaßnahme und den Kosten beteiligt ist, so Stadtplaner Armin Printzen auf eine Frage von Christian Winterbach (Grüne). Der Willicher Planungsausschuss genehmigte die von der Verwaltung vorgelegten Planungen, lediglich die FDP war dagegen - ihr waren die Kosten für den Mini-Kreisel im Verhältnis zu seiner Leistung zu hoch. Für die CDU wies Sascha Faßbender darauf hin, dass im interfraktionellen Arbeitskreis alle Fraktionen einer Meinung gewesen seien, dass an der Stelle eine "verkehrsentschärfende Lösung" notwendig sei.

Außerdem beschäftigte sich der Planungsausschuss mit den weiteren Schritten zur Umgestaltung des Marktplatzes in Willich. Anfang Mai soll der Gestaltungswettbewerb stattfinden, an dem sich vier "renommierte Büros mit einer eigenen Handschrift" beteiligen, so die Technische Beigeordnete Martina Stall. Am 4. Mai sollen die Wettbewerber bei einem Kolloquium die Rahmenbedingungen erfahren, die die Stadtschmiede mit Willicher Bürgern, Einzelhändlern, Gastronomen und Vereinen zusammengetragen hat. Am 5. Mai (Dienstag) ist Arbeitsphase, am Abend ein öffentliches Zwischenkolloquium, bei dem etwa noch einmal auf Punkte hingewiesen werden kann, die die Planer noch nicht berücksichtigt haben. Vom 6. bis 17. Mai haben die Planungsbüros Zeit für die Fertigstellung, am 18. Mai ist erst die fachliche Vorprüfung, dann die Sichtung der Planung durch die Empfehlungskommission und abends eine öffentliche Präsentation mit Nachfrage-Möglichkeit, danach nimmt die Kommission die abschließende Bewertung vor. Diese öffentliche Präsentation findet in den Räumen der Stadtwerke Willich statt.

Weitere Entscheidung des Planungsausschusses: Er nahm das Projekt "Ausbau des südlichen Abschnittes des Alleenradweges" wieder auf: Die Verwaltung soll einen Förderantrag bei der Bezirksregierung stellen, und die Stadt stellt einen Eigenanteil von 127 000 Euro im Haushalt bereit. Das Problem dahinter: Im Rahmen der Diskussion über die Verlängerung des Alleenradweges im Norden (die letztlich von der Politik abgelehnt worden war), war vergessen worden, die unstrittige und geplante Baumaßnahme am südlichen Ende weiter zu verfolgen. Das wird jetzt nachgeholt.

Quelle: RP
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