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Stadt Willich
Mehr Geld fürs Essen an Offenen Ganztagsschulen?

Stadt Willich: Mehr Geld fürs Essen an Offenen Ganztagsschulen?
Antragstellerin Sarah Bünstorf, SPD FOTO: SPD
Stadt Willich. Für ihren Antrag, den Offenen Ganztagsgrundschulen (OGS) ein Budget zur Verfügung zu stellen, mit dem sie das Essensangebot in der Nachmittagsbetreuung nach Bedarf ergänzen können, hat die SPD im Schulausschuss in dieser Form keine Mehrheit gefunden. Das Ansinnen der Sozialdemokraten soll jetzt aber zeitnah im OGS-Gesprächskreis thematisiert werden, damit auch die Beteiligten eingebunden sind und sie ihren Bedarf und ihre Wünsche kundtun können.

Drei Euro pro Monat pro OGS-Kind, also insgesamt 25.000 Euro, möchte die SPD den Willicher OGS zur Verfügung stellen. Antragstellerin Sarah Bünstorf: "Die Verpflegung mit einem warmen Mittagstisch ist durch einen Caterer einheitlich abgedeckt. Es gibt aber aus unserer Sicht Anlässe und Zeiten, zu denen ein kleines Budget für gezielte Zukäufe Sinn machen würde." Es gehe darum, dass man gemeinsam mit den Kindern saisonale und regionale Nahrungsmittel einkaufe und zubereite oder dass zu einem besonderen Anlass wie Karneval ein Buffet nach dem Geschmack der Kinder bestückt oder zu Weihnachten gebacken wird.

Martin Dorgarthen (Für Willich) sagte, dass dieses zusätzliche Angebot Mehrarbeit für die Mitarbeiter bedeute. "Eine Qualitätsverbesserung beim Essen darf nicht zu einer Verschlechterung bei der Betreuung führen." Das sah auch Franz-Josef Stapel (FDP) ähnlich und sagte, dass die Qualität des Schulessens "mittlerweile in der Regel ein vernünftiges Niveau" habe. Die Idee der SPD sei ein nicht zwingend erforderliches Zusatzangebot, daher sei man skeptisch. Auch die CDU sprühte nicht gerade vor Begeisterung, könnte sich aber ein auf zunächst ein Jahr befristetes Pilotprojekt vorstellen, von dem allerdings auch die Kinder im Vormittagsbereich profitieren sollten und in das auch die Fördervereine eingebunden werden sollten.

Liese Hawelka, Vertreterin der Grundschulen im Ausschuss, bezweifelte, dass sich die Qualität des Schulessens wesentlich verbessert hätte. Dass weniger Kritik zu hören sei, könne auch daran liegen, "dass viele keine Lust mehr haben, es immer wieder zu erwähnen". Mehr Geld sei dringend vonnöten, damit die OGS das bieten könnten, was sie gern bieten würden. "Die 25.000 Euro wären aber nur ein Tropfen auf den heißen Stein und keinesfalls zu viel", so Hawelka.

Bernd Hitschler von der Stadtverwaltung sagte zum CDU-Vorschlag, dass es den Mitarbeitern in der Vormittagsbetreuung möglicherweise gar nicht erlaubt sei, Essen auszugeben (Stichwort Hygieneschulungen). Zudem gebe es nicht an allesn Schulen Fördervereine oder diese seien nicht immer in der Lage, zusätzliche Aufgaben zu schultern. "Dadurch könnte sich also eine Schieflage ergeben. Sie sehen: Die Umsetzung ist schwieriger, als gedacht."

(msc)
 
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