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Tönisvorst
Mehr Plätze für die Kleinsten

Tönisvorst. Die Stadt Tönisvorst ist bei der Betreuung der Unter-Dreijährigen zwar schon gut aufgestellt. Das reicht der Stadtverwaltung aber noch nicht. Es sollen weitere Plätze geschaffen werden. Von Willi Schöfer

Was die zukünftige Betreuung der Unter-Dreijährigen betrifft, wolle die Stadt Tönisvorst Spitze sein, sagte Bürgermeister Thomas Goßen im Ausschuss für Jugend, Soziales und Sport. Der Ausschuss sprach über die derzeitige und künftige Betreuung, auch im Hinblick darauf, dass ab 2013 ein Rechtsanspruch auf die Betreuung der Jüngsten bestehen wird. Zahlreiche Kindergärtnerinnen waren zur Sitzung gekommen. Stellvertretend für das Gremium lobte Vorsitzender Helmut Drüggen ihr Engagement, die sich bereits in den Tageseinrichtungen um insgesamt 71 Kinder unter drei Jahren kümmern.

Familienfreundliche Stadt

"Ich bin überrascht, wie viele Unter-Dreijährige wir schon untergebracht haben", zeigte sich Christa Voßdahls (SPD) erfreut. Und es soll noch besser werden. Birgit Koenen (FDP) wertete das Engagement als Zeichen einer weiter familienfreundlichen Stadt. Obwohl man nicht wissen kann, wie der tatsächliche Bedarf der Betreuung der Kleinsten in den nächsten Jahren sein wird, will man die Vorgaben erfüllen. Zumal, wie Thomas Goßen ausführte, der nordrhein-westfälische Innenminister schon Konsequenzen für den Fall fehlender Plätze angekündigt habe. Die Verwaltung erläuterte zum Ausbau der Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren ihre Absichten.

Kita Am Düngelshof, St. Tönis, Trägerschaft: Elterninitiative "Biberburg": hier sollen ab Sommer 2010 weitere zwölf Kinder zwischen zwei und drei Jahren aufgenommen werden. Der Eigentümer hat der Erweiterung um zwei Räume und etwa hundert Quadratmetern zugestimmt: die Stadt mietet weiterhin.

Kita "Panama", Benrader Straße, St. Tönis: Von den 80 Kindern werden zehn Ein- und Zweijährige betreut. Mittelfristig sollen auch hier weitere zwölf Kinder aufgenommen werden. Die Eigentümergemeinschaft will die Erweiterung ermöglichen; die Stadt zahlt dann einen höheren Mietzins.

Kita Jägerstraße und Feldstraße, St. Tönis: An der Jägerstraße lohnt keine Sanierung. Was bleibt, ist ein Neubau bei gleichzeitiger Erweiterung der Nachbareinrichtung Feldstraße. Ein entsprechendes Grundstück im Eigentum der Stadt steht derzeit offenbar nicht zur Verfügung, wäre derzeit auch nicht zu finanzieren. Von daher wird mittel- und langfristig über ein Investorenmodell nachgedacht. Die Machbarkeit wird jetzt überprüft.

Weitere geplante Objekte zum Ausbau der U 3-Betreuung sind die städtischen Familienzentren an Ingerstraße (St. Tönis) und Brucknerstraße (Vorst) sowie die in Trägerschaft des DRK-Kreisverbandes stehenden Kindertageseinrichtungen. Zu letzterem kommt es zu Gesprächen zwischen DRK und den Eigentümern. An der Ingerstraße ist ein Anbau erforderlich. Baupläne und Kostenberechnungen folgen, damit ein Antrag über das Kreisjugendamt an das Land gestellt werden kann. Eine Bezuschussung wäre dann 2011 möglich. Im Familienzentrum an der Brucknerstraße soll zukünftig eine integrative Gruppe errichtet werden. Der Eigentümer soll die zusätzlichen Räume finanzieren und die Stadt sie anmieten. Frage des Tages

Quelle: RP
 
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