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Stadt Willich
Mit dem lateinischen Film auf Erfolgskurs

Stadt Willich. Außerschulische Wettbewerbe gehören beim St.-Bernhard-Gymnasium mit zum Schulalltag. In Sachen Fremdsprachen und Mathe waren Schüler jetzt besonders erfolgreich. Von Bianca Treffer

Wenn das Stichwort Mathematik fällt, dann beginnt Vincent de Bakker zu strahlen. Das liegt nicht nur daran, dass er in diesem Fach die Note sehr gut hat. "Ich finde Mathe einfach klasse. Mir macht es Spaß, wenn ich an Aufgaben knobeln und erst richtig nachdenken muss, bevor ich auf die Lösung komme", sagt der 13-jährige Schüler des St.-Bernhard-Gymnasiums. Gerade konnte er sich so über einen hervorragend gelaufenen Känguru-Wettbewerb freuen, bei dem der Achtklässler seit vier Jahren in Folge Preise absahnt. Aber nicht nur hier überzeugt er. Vincent hat sich zudem für die Schlussrunde des Pangea-Wettbewerbs qualifiziert.

Am 13. Juni geht es nach Köln, wo in der Uni die Finalveranstaltung laufen wird. Mathe-, Physik- und Informatiklehrer Michael Welder, der die Mathe-Wettbewerbe koordiniert und begleitet, fährt ebenfalls mit. "Wir sind schon stolz auf Vincent. Immerhin gehört er schon jetzt zu den 50 besten Mathematikern der achten Klassen in Deutschland", freut sich Andreas Päßler, stellvertretender Schulleiter, über den erfolgreichen Matheschüler.

Aber nicht nur in Mathe glänzen die Schüler des Schiefbahner Gymnasiums. Mit einem ungewöhnlichen Projekt, das ihre Sprachsicherheit zeigt, haben sich Lema Ebadie, Ilka Namokel und Ricarda Schecke im Bundeswettbewerb Sprachen eine Fahrkarte zur Preisverleihung nach Voerde erarbeitet. Die drei Siebtklässlerinnen erreichten in der Kategorie "Team Schule" eine Platzierung. Welche, das wird allerdings erst am 2. Juni in Voerde bekannt gegeben. "Wir haben einen Film in lateinischer Sprache gedreht", erzählt Ilka. Einen Film wollten die Schülerinnen schon lange einmal machen. Als der Wettbewerb ihnen die Chance dazu eröffnete, weil auch zwölfminütige Filmproduktionen in einer Fremdsprache eingereicht werden konnten, entschieden sie sich für eine Variante in Latein.

"Zuerst haben wir das Drehbuch geschrieben, auf Deutsch natürlich", verrät Ricarda. Die drei Mädchen entwickelten eine Geschichte, die im alten Rom spielt. Wobei die Vergangenheit mittels Zeitmaschine mit der Gegenwart verknüpft wird. Dann ging es ans Übersetzen, was sich als nicht gerade einfach herausstellte. Im Schulunterricht wird nämlich in der Regel nur Latein-Deutsch übersetzt und kaum Deutsch-Latein. "Ilkas Mutter hat uns ein bisschen beim Übersetzen geholfen", verrät Lema, die selbst in Latein eins steht.

Bevor das eigentliche Filmen startete, stand das Üben der Aussprache an. "Erst als wir unseren Text wirklich sicher konnten, haben wir gefilmt", berichtet Ricarda, die sich dafür die Filmkamera ihrer Schwester lieh. Herausgekommen ist ein elfminütiger Film, in den die 13-Jährigen viel Arbeit und Zeit steckten und der die Jury begeisterte. Während Lema, Ilka und Ricarda von ihrer Klassenlehrerin Christina Kemper auf den Wettbewerb aufmerksam gemacht wurden, entdeckte die Mutter von Lena Schröter den Bundeswettbewerb im Internet und fragte ihre Tochter, ob sie nicht mitmachen wollte. Lena musste nicht lange überlegen.

"Ich nehme gerne an Wettbewerben teil. Das macht mir einfach Spaß", sagt die Achtklässlerin. Vor dem Hintergrund, dass sie ein Jahr lang eine englische Schule besuchte, entschied sich die 13-Jährige für Englisch. Es galt Aufgaben zum Thema Neuseeland zu lösen, die sie mit Bravour meisterte. Angefangen beim Schreiben einer Geschichte bis hin zu Hör- und Leseverstehen reichte die Aufgabenpalette. Das brachte nun die Auszeichnung. Lena gehört zu den 38 besten ihres Jahrganges.

Quelle: RP
 
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