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Stadt Willich
Mit Rotary die Welt erkunden

Stadt Willich: Mit Rotary die Welt erkunden
Felix Hüsgen (von links), Rafael Freire, Klara Gronwald, Joana Riesenhuber, Jana Zünkler, Paula Griese und Pia Gronwald nehmen in diesem Jahr am Austauschprogramm des Rotary-Clubs teil. FOTO: Wolfgang Kaiser
Stadt Willich. Seit Jahrzehnten bietet Rotary International Austauschprogramme an. Der Rotary Club Willich ermöglicht in diesem Jahr gleich fünf Willicher Schülern einen einjährigen Aufenthalt in einem anderen Land. Von Bianca Treffer

Wenn nach den Sommerferien ihre Klassenkameraden mit der Q1 am St.-Bernhard-Gymnasium starten, dann sind Joana Riesenhuber, Felix Hüsgen, Klara Gronwald und Paula Griese nicht mit dabei. Sie befinden sich zu diesem Zeitpunkt bereits Tausende von Kilometern von Daheim entfernt. Sie sowie die Abiturientin Jana Zünkler gehören nämlich zu denjenigen, für die ein ganz besonderer Traum in Erfüllung gegangen ist. Über das Schülerjahresaustausch-Programm LTEP von Rotary haben sie die Möglichkeit erhalten, für ein Jahr in ihr Wunschland zu reisen.

Ein Jahr lang leben die fünf Schüler im Alter zwischen 15 und 17 Jahren aus Willich und Schiefbahn in Peru, Brasilien, den USA und in Kolumbien. "Vor zwei Jahren hatte ich das Glück, bei einem Familienkurz-Austausch von Rotary dabei zu sein. Es ging für vier Wochen nach Italien. Das war toll. Dadurch, dass man in einer Gastfamilie wohnte, lernte man die Kultur ganz anders kennen", sagt Jana. Die Erfahrung habe sie geprägt und den Wunsch nach einem Jahresaustausch geweckt.

Die 17-jährige Willicherin fliegt nun nach Peru, wo sie ebenfalls in Gastfamilien leben wird. "Es ist die Gelegenheit, ein anderes Land kennenzulernen, bevor man mit der Schule fertig ist", sagt Klara, die genau wie Joana nach Brasilien geht. Wie es war, ein Jahr in einem fremden Land zu leben, davon kann Klaras Schwester Pia Gronwald berichten. Sie ist gerade aus Ecuador zurückgekommen. Innerhalb ihres Aufenthaltes lebte sie bei insgesamt drei Gastfamilien. "Gerade durch das Leben bei verschiedenen Gastfamilien lernt man die Kultur des Landes wirklich kennen. Ich habe sehr viel gesehen. Ich war unter anderem im Amazonasgebiet und auf den Galapagosinseln. Mit der Sprache war es am Anfang schwer, dann aber klappte es immer besser mit dem Spanischen", erzählt die 17-Jährige, die jetzt mit der Q1 weitermacht. Heimweh habe es eigentlich nur an Weihnachten gegeben, da habe sie die Familie doch sehr vermisst, fügt Pia an. Für sich selbst kann die Schiefbahnerin feststellen, dass sie viel offener geworden ist, mehr redet und der Wunsch nach weiteren Reisen, um Länder und Leute kennenzulernen, gewachsen ist.

Bei den Gronwalds fliegen aber nicht nur die Töchter aus. Aktuell hat die Familie selbst einen Gast bei sich. Rafael da Fonte Freire aus Brasilien lernt derzeit Deutschland kennen, wobei es dem 16-Jährigen sehr gut gefällt. In den Flieger nach North Carolina (USA) steigt Felix und Paula in den nach Kolumbien, wobei die 16-Jährige aus Willich besonderes Glück hat. "Eigentlich schicken wir nur vier Jugendliche in die Welt. Aber durch Unterstützung vom Rotary Club Krefeld konnten wir einer weiteren Schülerin diese einmalige Erfahrung ermöglichen", sagt Burkhard Gronwald. Als Jugenddienstbeauftragter des Willicher Clubs ist er für die Betreuung sowohl der ausländischen Austauschschüler, der sogenannten Inbounds, die nach Willich kommen, wie auch der Willicher Jugendlichen, die mit dem Rotary Club ins Ausland gehen, der Outbounds, zuständig. Aber nicht nur die fünf reisen ins Ausland. Im Rahmen des Kurzaustauschprogrammes STEP sind aktuell drei Schüler während der Sommerferien in anderen Ländern. Es handelt sich um Südafrika und Mexiko. Mitte August, kurz vor Beginn des neuen Schuljahres erwartet der Rotary Club Willich zudem weitere ausländische Jugendliche in Willich. Schließlich beruht das rotarische Austauschprogramm auf Gegenseitigkeit. Für jeden Willicher Jugendlichen, der ins Ausland geht, kommt ein ausländischer Schüler an den Niederrhein und wohnt hier in einer Gastfamilie. Wobei die neuen Inbounds aus den USA, Brasilien, Taiwan und Kolumbien kommen.

Quelle: RP
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