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Stadt Willich
Miteinander leben und altern im "Quartier"

Stadt Willich. Eine erste Bürgerinfoveranstaltung ist am Donnerstag, 16. November, in der Kulturhalle Schiefbahn.

Schiefbahner sollen künftig stärker selbst bestimmen, welche Themen in ihrem Stadtteil wichtig sind - "Quartiersentwicklung" nennt das die Stadt Willich. In Neersen ist dieses Projekt bereits umgesetzt, und es hat sich ein Netzwerk gebildet, das regelmäßig in der Begegnungsstätte zusammenkommt und vielfältige Aktivitäten anbietet. Mitte 2016 benannte der Sozialausschuss den Stadtteil Schiefbahn als nächsten Standort zur Umsetzung, zu späteren Zeitpunkten sollen Anrath und Willich folgen.

Der Ansatz zur Quartiersentwicklung wurde vom Kuratorium Deutsche Altershilfe (KDA) entwickelt und vom Land aufgegriffen. "Da wir - Stichwort Demographischer Wandel - immer weniger, immer älter und immer bunter werden, bedarf es neuer Ideen, wie unsere Zukunft geplant werden soll. Und die Quartiersentwicklung hat die ältere Generation im Fokus, bezieht sich aber immer auf alle Generationen und Menschen, die in einem Quartier leben", erläutert Michael Pluschke, Pressesprecher der Stadt Willich. Die Leitfrage dabei: Was braucht es, damit alle Menschen in ihrem "Zuhause" und ihrer vertrauten Umgebung leben können, auch wenn sie älter und damit vielleicht hilfe- oder pflegebedürftig werden?

Der Sozialausschuss der Stadt Willich hat Anfang 2015 einen Grundsatzbeschluss zur Quartiersentwicklung in allen Ortsteilen gefasst. Grundlagen zur Umsetzung sind das bereits erstellte Rahmenkonzept "Miteinander leben und altern in Willich" und der von der Landesregierung erstellte "Masterplan altengerechte Quartiere". Dieser beinhaltet vier wesentliche Handlungsfelder: "sich versorgen", "Wohnen", "Gemeinschaft erleben" und "sich einbringen".

Damit das Netzwerk Schiefbahn entstehen und sich entwickeln kann, stehen nun einige Schritte an: Ein Schritt war die Bildung einer Lenkungsgruppe, die den Prozess steuert - bestehend aus Mitgliedern der im Rat vertretenen Fraktionen, der Verwaltung, dem Seniorenbeirat und zahlreichen Akteuren aus dem Ortsteil Schiefbahn, wie Kirchengemeinden, Wohlfahrtsverbänden, Vereinen und Ehrenamtlern. Weiterer Schritt: Es konnten Landesmittel für eine hauptamtliche Stelle, die den Prozess vor Ort begleiten wird, für drei Jahre bis 2020 gesichert werden. Der nächste und wichtigste Schritt ist die Beteiligung derjenigen, die es betrifft und die am besten wissen, was in ihrem Lebensumfeld bereits vorhanden ist und was noch fehlt und verbessert werden muss: die Bürger.

Dazu gibt es jetzt für alle die Chance, selbst an der Gestaltung von Gegenwart und Zukunft mitzuwirken - den Auftakt macht eine Bürgerinformationsveranstaltung am Donnerstag, 16. November, ab 18.30 Uhr in der Kulturhalle Schiebahn an der Schulstraße 1.

Projektkoordinatorin Bärbel Blomen, Tel. 02154 949653, E-Mail baerbel.blomen@stadt-willich.de, vom Geschäftsbereich Jugend und Soziales hofft auf eine rege Teilnahme: "Kommen Sie, machen Sie mit - bringen Sie Ihre Wünsche und Themen für den Stadtteil Schiefbahn mit - zur Auftaktveranstaltung und später zu den Bürgerwerkstätten am 18. Januar und 22. Februrar - und alle können auch gerne Familie, Freunde und Nachbarn mitbringen!"

(msc)
 
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