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Stadt Willich
Neue Ideen für Sportlerehrung gesucht

Stadt Willich: Neue Ideen für Sportlerehrung gesucht
Julia Ronken vom Judoclub Schiefbahn wurde Sportlerin des Jahres und hielt Anfang April zusammen mit Bürgermeister Josef Heyes ihren Pokal. Die Sportmannschaft des Jahres wurden die Leichtathleten des DJK-VfL Willich. FOTO: N. PRÜMEN
Stadt Willich. Zur Jahresversammlung des Stadtsportverbandes Willich im Wahlefeldsaal kamen nur 26 Delegierte. Diskutiert wurde über Änderungen bei der Sportlerehrung. Vorstand und Vereine suchen das Gespräch über die zukünftige Form. Von Willi Schöfer

Joachim Broch, Vorsitzender des Stadtsportverbandes (SSV) Willich, war erst einmal stinksauer ob der geringen Beteiligung. Denn nur 26 Delegierte waren zur Jahreshauptversammlung in den Wahlefeldsaal gekommen. "Es ist sehr schade, dass nur sehr wenige Interesse an unserer Arbeit zeigen", sagte ein enttäuschter Broch, der den Dachverband seit 2010 anführt. Dennoch wurde über zwei Stunden lebhaft diskutiert. Dabei ging es einmal mehr und erneut um die Form der künftigen Sportlerehrung.

Enttäuscht war nicht nur Broch über die letzte Sportlerehrung im April an gleicher Stelle, als wieder einmal nur die Goldehrungen vor einer mageren Kulisse stattgefunden hatten. Hinzu kam, dass kurzfristig ein anderer Termin an einem Sonntag gewählt werden musste, wegen einer wichtigen Klausurtagung von Vertretern von Rat und Verwaltung. "Vielen ist diese Veranstaltung zu langweilig, weil meistens immer dieselben oben stehen", monierten einige Fachwarte. Auch viele der zu Ehrenden waren gar nicht erst gekommen oder waren sofort wieder weg, als sie die Urkunden in den Händen hatten.

Kritisiert wurde, so vom Badminton-Fachwart Björn Hollburg, dass die Ehrungen nicht zeitnah erfolgen: "Viele der Geehrten haben die sportliche Leistung schon ein Jahr vorher erzielt." Was tun? Dr. Matthias Hänisch, Vorsitzender des Willicher Turnvereins, regte an, solch ein Event in großer Form, also mit den Silber- und Bronzeehrungen, alle zwei bis vier Jahre durchzuführen. Außerdem wurde mehr Einflussnahme der Fachwarte gewünscht, mehr Individualität und kein striktes Festhalten an der Leistungspyramide. "Wir werden über eine andere Form jetzt noch einmal mit den Vereinen und im Vorstand reden", sagte Broch.

Dem Vorstand gehört nicht mehr der langjährige Geschäftsführer Friedrich Krüger an. Er kandidierte nicht mehr, will sich zukünftig stärker für seinen Verein (TV Anrath) engagieren. Seine Aufgabe übernahm der 65-jährige Werner Fleischmann, der vom Judoclub Schiefbahn kommt, dort 12 Jahre lang der Vorsitzende war. Ein anderer will in einem Jahr Schluss machen: der 69-jährige Helmut Frantzen (Vorsitzender DJK/VfL Willich), der 30 Jahre lang die schwierige Aufgabe der Hallenverteilung exzellent gelöst hatte. Immerhin müssen wöchentlich 1.200 Übungseinheiten verteilt werden. Ein Nachfolger wird jetzt gesucht. Frantzen meinte noch an die Adresse von Rat und Verwaltung: "Wir sind in Willich sehr gut mit Sportanlagen ausgestattet." Und Franz Auling (CDU), Vorsitzender des Sport- und Kulturausschusses, legte nach: "Wenn ich mir die Nachbarschaft anschaue, liegt Willich als Sportstadt weit vorne."

Vervollständigt wird der Vorstand jetzt von den neuen Beisitzern Thomas Niehaus und Leandro Montesdeoca; die bisherigen Beisitzer (Hanne Wiegand, Hedy Schinken, Klaus Schwelm, Bernhard Hanusch) machen ebenso weiter wie Kassenwartin Karin Schreiber. Der Dachverband verfügt über ein sehr gutes finanzielles Polster.

Mit den neu dazu gekommenen "Snooker-Freunden Willich" gehörten kurz vor der Vollversammlung 44 Vereine mit 14.859 Aktiven dem SSV an. Das sind etwa tausend weniger als im Jahr davor. Den 45. Verein gibt es jetzt auch schon. Er heißt "Photocopter Niederrhein", hat etwa 40 Mitglieder und seinen Sitz in Alt-Willich. "Klar hat das was mit Drohnen zu tun, aber dieser Name war uns zu militärisch", erklärte Vorsitzender Markus Koch. Die Piloten lassen ihre Geräte über erlaubtes Terrain fliegen, unternehmen aber auch Flüge in einem abgesteckten Parcour. Und dafür sucht der Verein noch eine Außenfläche, in der Größe von 30 mal 60 Meter. Interessierte können Markus Koch anrufen, Telefon 0151 54624040.

Für die Sportabzeichen bleibt Bernhard Hannusch zuständig. Er geht auch mit gutem Beispiel voran: der 79-Jährige will in den nächsten Monaten das 60. Sportabzeichen schaffen. Im vergangenen Jahr hatte er an Willicher Schulen und Vereine insgesamt 936 Abzeichen ausgegeben. Hannusch trifft man zur Abnahme der leichtathletischen Prüfungen jeden Mittwoch, ab 15 Uhr, im Sport- und Freizeitzentrum in Willich.

Quelle: RP
 
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