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Stadt Willich
Neues Kinderstübchen für die Jüngsten

Stadt Willich: Neues Kinderstübchen für die Jüngsten
Nachdem gestern Zimmermann Alfred Vinken den Richtspruch aufgesagt hatte, stellten sich Vertreter von Stadt, Kreis, Baugesellschaft und Kindergartenträger dem Fotografen auf der Kindergarten-Baustelle. FOTO: Kaiser
Stadt Willich. Das Interesse am Waldorf-Kindergarten in Willich ist groß. Ab August werden die Kinder in einem Neubau am Rande des Stahlwerks Becker betreut, für den gestern Richtfest war. 33 statt derzeit 25 Kinder werden die Einrichtung besuchen. Von Willi Schöfer

Es ist im Nachhinein betrachtet eine schöne Anerkennung für die Eltern, die vor etwa 29 Jahren im blauen Ruland-Haus an der Bahnstraße in Alt-Willich den Waldorf-Kindergarten gründeten. Denn diese bemerkenswerte Initiative wird zumindest für die nächsten 20 Jahre weiter geführt. Und zwar in einem Neubau, in dem sich ab August neben den 23 Älteren auch zehn Kinder wohlfühlen sollen, die jünger als drei Jahre sind. Gestern war an dem Objekt der Gemeinnützigen Wohnungsgesellschaft (GWG) des Kreises Viersen am Rand des ehemaligen Stahlwerks Becker das Richtfest. Derzeit betreut der Christian-Morgenstern-Kindergarten 25 Kinder.

Allseits zufriedene Gesichter

Trotz des Regens waren die Knirpse gestern mit den Erzieherinnen Anita Sonntag und Heike Gehlen mit dabei. Sie standen mit den vielen Gästen, darunter unter anderem Landrat Peter Ottmann, GWG-Vorstand Dieter Thelen und Willichs Bürgermeister Josef Heyes, in einem der neuen Gruppenräume. Besonders die Vier- und Fünfjährigen, die nach den Sommerferien nach dort umziehen, wie Till, Luca, Nele, Henri oder Kilian, freuen sich schon drauf. Man sah nur zufriedene Gesichter, sowohl bei den Handwerkern als auch bei Architektin Stefani Kremer und bei GWG-Bauleiter Ademola Segun. Denn die Witterung hatte für einen zügigen Baufortschritt gesorgt. "Jetzt machen wir mit der Rohinstallation der Sanitär-, Heizung- und Elektroanlagen weiter und werden höchstwahrscheinlich im Juli fertig", sagte Ademola Segun.

Stefani Kremer sprach von einer angenehmen und guten Zusammenarbeit mit dem Bauherrn und mit den Baufirmen. Sie erinnerte daran, dass die Arbeiten aufgrund der auch in den Waldorf-Kindergärten gewünschten "schrägen Geometrien" gar nicht so einfach gewesen seien.

Heyes lobt lohnenswerte Kraftanstrengung

Willichs Bürgermeister Josef Heyes sprach hinsichtlich der gesetzlich vorgeschriebenen U3-Betreuung von einer gewaltigen Kraftanstrengung, die auch mit vielen freien Trägern wie beim Waldorf-Kindergarten gelungen sei. Und Landrat Ottmann erinnerte daran, dass das Wohnen mit Service schon längst zu einem Markenzeichen der GWG geworden sei und dass dies auch bei der Betreuung auf die jüngeren Menschen umgemünzt werden könne. Als Beispiele nannte er zwei ebenso erfolgreiche GWG-Projekte: den neuen "Lummerland-Kindergarten" in Breyell und den Bewegungs-Kindergarten "Hampelmann" in Bracht.

Auch die derzeitige Leiterin des Waldorf-Kindergartens, Anita Sonntag, freute sich. Allerdings konnte sie mit dem Begriff U3 für die neue Gruppe nicht allzu viel anfangen: "Die Bezeichnung U3 hört sich wie ein Waschmaschinen-Typ an. Schreiben Sie doch einfach, bei uns entsteht für die Jüngsten ein neues Kinderstübchen."

Trägerverein auf Spenden angewiesen

Rede und Antwort stand auch der Vorsitzende des Trägervereins, Ansgar Giebeler, der gemeinsam mit seinem Stellvertreter Klaus-Jürgen Wolf auch die Finanzen im Blick hatte. Wolf war froh darüber, dass die Stadt Willich zur monatlichen Kaltmiete von rund 5000 Euro einen Mietzuschuss von 1900 Euro gibt. Giebeler erinnerte aber daran, dass der Trägerverein noch einiges schultern müsse, etwa die Spielgeräte und die Bepflanzung. Von daher seien Spenden immer gerne gesehen.

Das Interesse der Eltern am Waldorf-Kindergarten ist groß. Derzeit lägen, so Anita Sonntag, mehr als 50 Anfragen vor. In den kommenden Wochen fänden die Auswahl-Gespräche statt.

Quelle: RP
 
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